Por Upsocl
27 noviembre, 2020

„Ich denke jeden Tag an ihn. Ich träume, dass er zu mir spricht“, sagte unter Tränen des Kummers und des Schmerzes der 77-jährige Altamir. Das einzige, was er jetzt möchte, ist mit seiner Schwiegertochter telefonieren zu können. Deswegen wünscht er sich, trotz seines Alters, ein Handy. Das würde ihn etwas aufmuntern.

Der technologische Fortschritt hat unser Leben in vieler Hinsicht deutlich verbessert. Natürlich sind wir heutzutage auch sehr viel abhängiger von Geräten und Maschinen, die unseren Alltag entscheidend prägen. Leider gibt es auch Menschen, vor allem aus den älteren Generationen, die mit diesem so rasanten Fortschrittsprozess einfach nicht mehr mithalten können.  

Altamir Soares de Oliveira ist ein 77-jähriger Brasilianer, der vor kurzem den Verlust seines Adoptivsohns erlitten hat. Zum Weihnachtsfest wünscht er sich jetzt nichts anderes als ein Handy, um sich mit seiner Schwiegertochter in Verbindung setzen zu können. Nach dem Tod seines Sohnes, ist sie die Einzige, die er noch hat. 

Marcos Maluf

„Ich bat sie um ein Handy, weil das die einzige Möglichkeit war, mit ihr in Kontakt zu bleiben. Sie ist die einzige Tochter, die ich noch habe“, sagte Altamir gegenüber Campo grande News.

Dabei handelt es sich keineswegs um ein Smartphone, oder dergleichen. Altamir wünscht sich ein eher altmodisches Handymodell. „Eines von diesen älteren Modellen, mit richtigen Tasten“, erklärte der 77-Jährige. 

Marcos MalufAltamir war zu Tode betrübt, er hielt seine Einsamkeit und die Verzweiflung einfach nicht mehr aus. Der Greis wohnt im Süden Brasiliens in einem Altenpflegeheim namens Sirpha Lar Do Idoso. Vor einigen Jahren nahm er den Waisen und späteren Musiker Mario Júnior als Adoptivsohn auf. Das war wie ein Segen für ihn. 

Mario Júnior besuchte seinen Vater zwei Mal in der Woche im Altenheim. Er kam aber vor kurzem bei einem Autounfall ums Leben. In der Musikwelt war er als Juninho da Fonseca bekannt und fungierte als Dirigent, Geigen- und Gitarrenspieler beim Chor “Guarani”. Für Altamir war er aber immer nur sein Junge.

Marcos Maluf

Mario Júnior leistete allen Bewohnern des Altenheims Gesellschaft. Er spielte Musik für sie und war immer sehr herzlich zu den Älteren. Sein tragischer Verlust schockte sie alle. 

„Ich hatte ein Vorgefühl. Ich hatte die Nacht davor von ihm geträumt, dass er für uns Musik machte und sang. Ich denke jeden Tag an ihn, und bitte den Pfarrer, für ihn zu beten. Ich träume, dass er zu mir spricht“, sagte Altamir.

Marcos Maluf

Jetzt hat dieser zutiefst betrübte Mann nur noch einen einzigen Wunsch: nämlich mit seiner Schwiegertochter telefonieren zu können. Das würde sein zerrissenes Herz ein bisschen aufheitern. 

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