Por Upsocl
6 julio, 2021

Patricio Pioli, ein Tätowierer, hat intime Videos von seiner Ex-Partnerin Paula Sánchez Frega durchsickern lassen. Nach einem fünfjährigen Rechtsstreit der jungen Frau wird der Mann seine Strafe im Gefängnis verbüßen müssen.

Cyber-Mobbing und Cyber-Belästigung sind Begriffe, die im Laufe der Jahre immer prägender wurden. Dies steht im Zusammenhang mit der massiven Entwicklung des Internets als Hilfsmittel für die Menschen.

 Mit der Verbreitung von sozialen Netzwerken tauchten auch gewisse Gefahren auf, wie z. B. Betrug, Belästigung und auch die Verletzung des intimen und privaten Raums. 

Eines dieser Probleme ist der „Rache-Porno”, d. h. das Hochladen von intimen Videos einer Person ins Internet ohne deren Zustimmung. Dies geschieht entweder bei laufenden Liebesbeziehungen oder nach deren Ende.

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So etwas ist auch in Argentinien geschehen. Dort ging die 28-jährige Paula Sánchez Frega vor Gericht und behauptete, dass ihr Ex-Partner, der Tätowierer Patricio Pioli, sexuelle Videos von ihr durchsickern ließ und diese als „Erpressung” nutzte. Das gab  Infobae bekannt.

Die Klage wurde 2017 eingereicht. Danach beschuldigte Paula ihren ehemaligen Partner Patricio, sich gewalttätig verhalten zu haben. Das ging auch so weit, dass sie in einem lokalen Radiosender über ihre Intimitäten als Paar sprachen. „Er gab zu, dass er ohne meine Zustimmung Sex mit mir gehabt hatte. Mit anderen Worten, er hat gesagt, dass er mich vergewaltigt hat”, sagte das Opfer zu dieser Zeit.

Facebook Patricio Pioli

Nach dieser Episode sagte die junge Frau, dass sie unter posttraumatischem Stress und Angstzuständen litt. Sie warf Patricio vor, immer wieder Intimitäten in die Öffentlichkeit zu bringen und dies zu nutzen, um sie zu demütigen und ihr Image zu beschädigen.  

Doch trotz der dunklen Episoden, die diese Geschichte hatte, kam es schließlich zu einer Auflösung: der Angeklagte wurde zu 5 Jahren Gefängnis verurteilt. Dieses Urteil sprach das Gericht der Dritten Kammer in der Straf-und Justizvollzugsanstalt. Verurteilt wurde er wegen des Verbrechens der Nötigung und leichter Verletzungen.  

Facebook Patricio Pioli

„Ich bin überglücklich, denn alle Menschen, die ihren Angreifer anprangern, erwarten zumindest Gerechtigkeit, auch wenn es manchmal sehr schwierig ist, diese zu erlangen”, sagte Paula über das Urteil.

Allerdings präzisierte Paula, dass der Angeklagte im Moment im Gefängnis sein sollte und nicht unter Hausarrest. „Ich bin froh, dass die Richter ihm das gegeben haben, was die Staatsanwaltschaft gefordert hat. Aber er sollte jetzt im Gefängnis sein. Es könnte ein Jahr dauern, bis das Urteil rechtskräftig ist, und bei mir kann alles passieren. Ich fühle mich nicht sicher“, erklärte sie.

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Was ein fünfjähriger Kampf war, wurde zu einem historischen Ereignis. Mit dieser Verurteilung wurde Patricio der erste Mann in der Geschichte Argentiniens, der verurteilt wurde, weil er ohne Zustimmung intime Videos weitergegeben hatte. Heute ist ein sehr wichtiger Tag, nicht nur für mich, sondern auch für alle anderen  Opfer”, sagte Paula gegenüber Tiempo Popular.

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