Por Oliver Sauer
7 enero, 2022

Mutebe Henry verlor seinen Vater in der Kindheit. Da seine Mutter so viel arbeiten musste, besuchte Wilson Dhabangi ihn jeden Sonntag im Internat. Von da an entwickelte sich eine ganz besondere Beziehung zwischen ihnen, die bis heute anhält.

Nicht jeder wächst mit seinen Eltern in der Nähe auf. Manche Kinder verlieren sie, aber zum Glück finden sie in einigen Fällen die fehlende Liebe in einem anderen Menschen. Mutebe Henry, ein Mann aus Uganda, erzählte auf Facebook, wie ein Mann außerhalb seiner Familie zu seiner Vaterfigur wurde.

Henrys Vater starb 1996, als er noch ein Kind war, und seine Mutter musste das Leben meistern, indem sie doppelt so hart arbeitete, um sicherzustellen, dass es ihrem Sohn an nichts fehlte.

Um ihm eine hervorragende Ausbildung zu ermöglichen, meldete sie ihn in einer Grundschule an, die als Internat fungierte. Sie konnte ihn besuchen, hatte aber kaum Zeit dafür. Doch Wilson Dhabangi, ein Arbeiter aus dem Dorf, in dem er lebte, besuchte ihn überraschend, und dies war der Beginn einer ganz besonderen Beziehung.

Kredit: UGC

Henry kannte Wilson als einen Mann, der auf einem bescheidenen Fahrrad Passagiere transportierte. Als Wilson hörte, dass die Mutter des Jungen eine Weile wegen der Arbeit weg war, beschloss er, ihm Gesellschaft zu leisten. In den zwei Jahren, in denen der Junge die Schule besuchte, besuchte der Mann ihn jeden Sonntag, ohne dabei eine Ausnahme zu machen.

„Es spielte keine Rolle, ob es regnete oder nicht, ob er krank oder gesund war. Er fuhr mit dem Fahrrad zu mir und besuchte mich”, so Henry in seinem Post.

Zwischendurch bemerkte Henry, dass Wilson oft von der Idee sprach, in einem Flugzeug zu fliegen, als wäre es ein unerfüllter Traum. „Er sagte mir, dass ich, wenn ich hart arbeiten und auf die Lehrer hören würde, Flugzeuge fliegen und an verschiedene Orte reisen könnte. Er sagte, dass, wenn ich Erfolg hätte, auch Leute wie er, die nie eine Ausbildung hatten, vielleicht die Chance bekämen, zu fliegen. Aus irgendeinem Grund hat er immer das Fliegen betont”, so Henry in seinem Text.

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An dieses Detail hat er sich immer erinnert. Jetzt, da Henry erwachsen ist, traf er sich mit Wilson und Rebecca, einer Freundin seiner Mutter, die ihm ebenfalls als Kind geholfen hat, um ihnen eine schöne Überraschung zu bereiten. Ohne ihnen zu sagen, wohin sie gehen würden, nahm er sie mit auf einen Flug nach Nairobi. „Ich habe ihm schließlich die Neuigkeiten erzählt. Wilson weinte und mein Herz war vor Freude gerührt”, berichtete Henry auf Facebook.

Wilson war so aufgeregt, zum ersten Mal in seinem Leben zu fliegen, und konnte gar nicht genug Fragen stellen. „Ich bin schon eine Weile in Flugzeugen unterwegs, aber so glücklich wie heute habe ich mich noch nie gefühlt”, schrieb Henry in seinem Beitrag

Mutebe Henry

Henry ist Wilson so dankbar, dass er mehr für ihn tun möchte, und so macht er sich daran, sein Haus fertig zu bauen. Zu diesem Zweck erhält er Hilfe und Spendengelder von Uganda Airlines.  

„An alle Wilsons und Rebeccas dieser Welt: Danke, dass ihr uns geholfen, an uns geglaubt und uns bedingungslose Liebe geschenkt habt. Gott segne Sie”, schloss Henry seine Botschaft.

Wilson hat Henry zu einem großen Menschen gemacht.

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