Por Upsocl
18 enero, 2021

Will Baretto ist gebürtiger Venezolaner und 2017 nach Chile ausgewandert. Dort lernte er ein polnisches Schwulen-Paar kennen, in das er sich verliebte. So entschlossen sie sich, eine polyamore Beziehung einzugehen. Sie sagen, es gebe keine festen Beziehungsregeln und dass sie in Zukunft Eltern sein möchten.

Liebe ist divers. Das gilt sowohl für wen man liebt, als auch für wie man liebt und wie sich diese Liebe in der Praxis widerspiegelt. Es ist nicht nur eine Frage der sexuellen Orientierung, sondern auch in Bezug auf was man unter einer Beziehung versteht.

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Polyamorie ist vor allem unter jungen Menschen eine immer beliebtere Beziehungsform. Nicht nur heterosexuelle Paare suchen diese Art von Miteinander – auch bei Homosexuellen ist das Konzept inzwischen angekommen. Will Baretto hat sich für so eine Triaden-Beziehung entschieden: Infobae zufolge, habe er sich einfach mal ganz spontan in ein schon bestehendes Ehepaar mitverheiraten lassen. 

Will Baretto ist gebürtiger Venezolaner und 2017 nach Chile ausgewandert. In einem Hostel lernte er Krzysztof und Mateusz kennen, zwei Polen, die aufgrund der in ihrem Heimatland existierenden Schwulenfeindlichkeit aus Polen geflüchtet waren. 

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Will kam dem bereits etablierten Ehepaar immer näher. Er suchte lediglich ihre Freundschaft, aber mit der Zeit wurde ihr gemeinsames Verhältnis immer tiefer und intimer. Er fing an, mit Mateusz auszugehen, und später dann auch mit Krzystof.

Es lag nie in meiner Absicht, eine Beziehung mit zwei verschiedenen Menschen einzugehen. Das war nicht in meinen Lebensplänen. Ich war single und dachte, dass sei alles nur vorübergehend. Tatsache ist aber, dass wir bereits seit drei Jahren zusammen sind“.

–Will Baretto gegenüber Infobae

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Es funkte richtig zwischen den Dreien, aber jetzt war ein gemeinsamer Plan erforderlich. Will brauchte einen Job, aber die beiden Polen wollten ihre Lateinamerika-Reise fortsetzen. Schließlich blieben Mateusz und Krzystof noch eine Weile in Chile – sie wollten sich nicht von Will trennen. 2019 siedelten sie dann alle zusammen nach Rosario, Argentinien, über, wo sie bis heute ansässig sind.   

Sie teilen absolut alles: Die Wohnung, die Lebenskosten und selbstverständlich auch das Bett. Was den Sex angeht, sagen sie, gebe es keine Regeln; alles werde aber untereinander besprochen. 

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Mateusz ist mit ihrer Triade zufrieden. Für ihn ist die Freiheit, die Polyamorie bietet, einfach wunderbar: Es gebe keine festen Schemen, keine dogmatischen Regeln und man könne frei Rollen tauschen. Man müsse aber letzten Endes immer darauf achten, dass die anderen sich auch wohl fühlen.

Für Mateusz, Krzystof und Will, seien die Vorurteile und was die Familie über ihren Lebensstil denkt, vollkommen nichtig. Ihnen sei „egal, was die anderen sagen“, Hauptsache, sie sind mit ihrer Beziehung glücklich. 

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Für die Zukunft planen sie, ein Stück Land kaufen zu können und es nachhaltig und ökogerecht zu bewirtschaften. Außerdem wollen sie Eltern werden und Kinder adoptieren. Ihr neues Leben in Argentinien lässt sie mit Zuversicht und Freude in die Zukunft blicken. 

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