Por Upsocl
14 septiembre, 2021

„Ich hätte mir nie träumen lassen, dass ich dazu fähig sein würde. Ich bin nicht stolz darauf, aber zumindest weiß ich, dass er nicht in der Lage sein wird, jemand anderen zu verletzen. Ich bin kein schlechter Mensch, aber ich weiß, dass ich etwas falsch gemacht habe. Ich habe es nie geleugnet und bin bestraft worden. Ich würde nie wieder töten. Ich sehe mich nicht als Mörderin”, gestand Sarah Sands nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis, in dem sie seit 2015 gesessen hatte.

Was Sarah Sands und ihrer Familie widerfahren ist, würden wir niemals erleben wollen. Es scheint offensichtlich, aber es ist unmöglich, sich nicht in ihre Lage zu versetzen. 

Ihr Martyrium begann 2014, nachdem sie vom Missbrauch und den Aufzeichnungen ihres Nachbarn Michael Pleasted, 77, erfahren hatte.  

„Ich habe das getan, was jede Mutter tun würde”, gestand sie nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis, in dem sie wegen des Angriffs und der Tötung von Pleasted, dem Mann, der ihren Sohn missbraucht hatte, einsaß. 

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Das Foto zeigt Sands zum Zeitpunkt ihres Schuldbekenntnisses.

Die Behörden stellten fest, dass der ältere Mann auf der anderen Straßenseite 24 Verurteilungen wegen Sexualdelikten hatte. Er hatte sogar seinen Namen geändert, um nicht entdeckt zu werden und den Missbrauch fortsetzen zu können.

„Ich hätte mir nie träumen lassen, dass ich dazu fähig sein würde. Darauf bin ich nicht stolz, aber wenigstens weiß ich, dass er niemandem mehr etwas antun kann. Ich bin kein schlechter Mensch, aber ich weiß, dass ich etwas falsch gemacht habe. Ich habe es nie geleugnet und bin bestraft worden. Ich würde nie wieder töten. Ich sehe mich nicht als Mörderin. Aber ich bereue nicht, was ich getan habe. Ich war eine Mutter, die verzweifelt versuchte, ihre Kinder zu schützen”.

–gesteht Sarah gegenüber The Sun–

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Die Mutter von fünf Kindern hatte Anfang 2014 erfahren, dass ihr Nachbar ihren Sohn Bradley sexuell missbraucht hatte. Damals war der ältere Mann auf den 12-jährigen Jungen zugegangen, um ihm einen Job in einem Geschäft anzubieten, in dem er ehrenamtlich tätig war. 

Sie wandte sich an die Behörden, die Polizei und den Sozialdienst, aber niemand hörte ihr zu.

Sarah, nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis (Olivia West – News Group Newpap)

Sarah und Bradley hielten dies für eine gute Möglichkeit für ihren Sohn, Geld zu verdienen, einen Einstieg in die Arbeitswelt zu finden und unabhängig zu werden.  

Es gab keinen Grund, „Mick” zu misstrauen.

Nach und nach, so gesteht die Frau, verlor der Junge das Interesse an der Arbeit. Innerhalb weniger Tage erfuhr Sarah, dass der ältere Mann beschuldigt worden war, zwei Kinder, die sie kannte, sexuell missbraucht zu haben. Bradley bestritt damals, dass er missbraucht worden war. Sie riefen überall um Hilfe, aber niemand hörte auf sie.

Sarah, nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis (Olivia West – News Group Newpap)

Kurz darauf brach ihr Sohn vor ihren Augen zusammen. Er gestand, missbraucht worden zu sein.

Die Polizei wusste Bescheid, aber sie ließ Mick trotzdem nach Hause gehen, ohne eine gerechte Verurteilung. Er war frei, seine Untaten fortzusetzen. Sarah nahm die Gerechtigkeit selbst in die Hand.

„Ich fand meinen Sohn, wie er sich an den Haaren zog, schaukelte, zitterte und weinte. Er sagte immer wieder: ‘Ich hätte es dir früher sagen sollen, das hätte ihn vielleicht davon abgehalten, diese jüngeren Jungen zu bekommen.’ Er wurde im Geschäft und zu Hause angegriffen. Ich fühlte mich krank und untröstlich.

Ich trank zwei Flaschen Wein, ging zurück in meine alte Wohnung, kniete auf dem Boden, hielt ein Foto der Kinder in der Hand und schrie. Vorher konnte ich nicht weinen, weil Bradley immer in der Nähe war. Die Schuldgefühle, ihn nicht beschützt zu haben, überwältigten mich. Daraufhin nahm ich das Messer und ging zu Micks Haus.

Ich wollte ihn dazu überreden, sich schuldig zu bekennen, damit Bradley nicht aussagen muss. Mick öffnete die Tür und lächelte. Er war arrogant und brüsk. Er wollte nicht auf mich hören. Er zeigte seine kühle Seite. Er war ein anderer Mann als der Mann, der mein freundlicher Nachbar gewesen war. Ich schlug ihm mit dem Messer auf die Stirn und er packte mich. Ich habe die Kontrolle verloren. Ich konnte nicht zulassen, dass noch jemand verletzt wird. Jemand musste die Menschen beschützen”.

–erzählt Sarah der The Sun–

Sarah, nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis (Olivia West – News Group Newpap)

Das Küchenmesser wurde achtmal benutzt, um Gerechtigkeit zu üben.

Sarah wurde später auf Überwachungskameras gefilmt und gestand der Polizei unter Tränen die Tat. Sie wurde zu vier Jahren Gefängnis verurteilt und sagt, dass sie nach ihrer Entlassung keine Reue empfindet und von ihrer Familie voll unterstützt wird. Die Menschen verstanden ihren Fall und viele versetzten sich in ihre Lage. Viele Menschen würden dasselbe tun, ohne darüber weiter nachzudenken.

Bradley ist heute 19 Jahre alt und lebt nicht mehr anonym. Er möchte über seine Erfahrungen als Opfer berichten und seiner Mutter helfen, ein Buch mit dem Titel „Kontrollverlust” zu schreiben. 

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