Por Upsocl
22 enero, 2021

„Ich hoffe und bete, dass eines Tages ein Kind diese Veränderung ohne Probleme machen kann. Es soll nicht für seine Entscheidung verurteilt werden, vor allem nicht von seinen Schulkameraden. Aber das ist heute noch die Realität”, gestand Lily Jones.

Sie wuchs mit gewissen Vorstellungen der Gesellschaft auf und fühlte sich dabei nicht wohl. Darüber hinaus lebte sie in einem kleinen Dorf. Das kann noch schwieriger sein, wenn es bedeutet, dass jedes Abweichen von der Norm ständige Blicke der Menschen provoziert. Diese Blicke sind dabei nicht positiv gemeint. Für die jungen Trans wie Lily Jones ist es eine große Herausforderung, aber sie versichert, dass es mit der Zeit besser wird.

BBC

Lily: A Transgender Story, ist eine neue Dokumentation von BBC, die zeigt, wie ein Trans Mädchen aus Wales sich den Veränderungen des Körpers unterzieht. Es zeigt sowohl ihre körperliche, als auch ihre geistige Erholung und wie es ist, in einer Welt voller Blicke und Meinungen zu leben.

Lily passte nie ins Schema. Das spürte sie schon, als sie noch sehr klein war. Ihr Verhalten führte dazu, dass die anderen Kinder sich von ihr distanzierten, weil diese sie nicht verstanden. Einer der größten Probleme war es, dass sie in einem kleinen Dorf lebte, in dem es viel Unwissen gab.

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Als sie beschloss die Veränderung durchzuführen, hatte sie das Glück, eine feste Gruppe von Freunden zu haben, die sie unterstützten. Ihre Familie hatte auch immer einen offenen Haltung dazu und von dieser Seite erlebte sie nie Widerstand. Ganz anders sah es aber sonst im Umfeld aus. Mit der Ablehnung der anderen Menschen musste sie immer wieder umgehen.

Eines Tages nahm sie ihren Mut zusammen und begann mit ihrer sozialen Veränderungen. Sie benutzte einen weiblichen Vornamen, weibliche Kleidung und nahm es hin, in der Schule gemobbt zu werden. Youtube wurde aber für sie zu einer fundamentalen Stütze. Sie erinnert sich daran, dass sie eines Tages auf das Video eines Trans auf Youtube gestoßen war. Das war für sie sehr beeindruckend, weil dieser Trans sich ohne Angst der Welt zeigte. Dadurch wurde sie motiviert ihren eigenen Kanal zu machen, wo sie gerade Content hochlädt.

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Einer der Gründe des Dokumentarfilms ist es, andere Jugendliche zu inspirieren, sodass sie sich auch der Veränderung unterziehen. Es soll ohne Druck geschehen, aber man möchte gleichzeitig zeigen, dass man sein Wesen nicht verstecken sollte. Dann werden die Dinge mit der Zeit auch nur noch besser.

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„Ich hoffe und bete, dass eines Tages ein Kind diese Veränderung ohne Probleme machen kann. Es soll nicht für seine Entscheidung verurteilt werden, vor allem nicht von seinen Schulkameraden. Aber das ist heute noch die Realität.

–Lily Jones gegenüber der BBC–

Das Mädchen aus Wales versichert, dass Trans zu sein und jeden Morgen damit aufzuwachen ein politischer Akt ist. Es ist egal, welche Plattformen man benutzt, aber sie haben immer eine Bedeutung. Das Wichtige ist, dass man mit den Menschen darüber spricht, was man glaubt”. Sie sagt, dass obwohl die Generationen sich ständig verändert haben, sie nicht glaubt, dass der Kampf bald aufhören wird. Daher ist es wichtig, dass die Community den Mut hat, jeden Tag zu kämpfen.

Ihr Freund Adam, der auch im Dokumentarfilm auftaucht, begleitete sie sogar schon vor der geschlechtsangleichenden Operation. Die Beziehung ist sehr stabil und sie sind schon vor COVID-19 Pandemie zusammengezogen.

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Ich glaube, er hat es selbst herausbekommen. Er fand online ein altes Video und er schaute es an, ohne es mir zu erzählen. Es war witzig. Ich glaube, ich habe mich eines Tages mit ihm hingesetzt und ihm gesagt: ‘Adam, ich muss dir etwas sagen’ und er sagte, ‘Ja, ich weiß es schon’”.

–Lily Jones gegenüber der BBC–

Heute ist Lily ihrem Freund als Begleiter, sowie der Familie und den Freunden mit einer offenen Haltung dankbar, die sie begleitet haben. Sie versichert, dass sie sich im Dokumentarfilm der Welt so zeigte, da sie mit dieser Entscheidung, die Mädchen und Jungen bekräftigen wollte, die heute mit den Zweifeln leben, sodass sie keine Angst haben müssen.

Was man in dem Film sieht, ist nicht nur ein persönlicher Kampf, sondern auch der Kampf einer Gruppe von anderen Menschen, die sie unterstützen. Dadurch zeigen sie, dass niemand allein ist.

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