Por Upsocl
20 mayo, 2020

Ingeborg van der Duin ist Lehrerin an einer Grundschule in Harlem (Holland) und liebt ihren Job und ihre kleinen Schüler. Daher waren für sie die Schulschließungen aufgrund der Corona-Pandemie ein schwerer Schlag. Nichtsdestotrotz, hat sie die Situation ausgenutzt, um den Kindern eine Freude zu bereiten.

Im Bezug auf den sehr massiv gewordenen Fernunterricht kommen so manche Fragen auf: sind Kinder vor dem Computerbildschirm anfälliger auf Ablenkungen?, kann es sich gescheit konzentrieren?, wer kontrolliert denn die Hausaufgaben?

Aber die Probleme mit denen sich Lehrer auseinandersetzen, werden dabei öfters nicht zur Kenntnis genommen. Ihnen entspricht die unbeliebte Rolle der Autorität und sie sind dafür zuständig, dass alles glatt geht und keine technischen Unannehmlichkeiten auftreten. Und doch werden die meisten Lehrer nicht danach gefragt, wie es bei ihnen mit Homeschooling denn so läuft. 

Ingeborg Van der Duin ist Lehrerin an der Grundschule Bavinck, in der holländischen Provinz von Haarlem. Sie unterrichtet Kinder seit Beginn ihres Arbeitsleben und ist an ihre Tätigkeit sehr gebunden. Daher war es für sie ein schwerer Schlag, als die Schule aufgrund der Corona-Pandemie schließen musste.

Stichting Salomo Scholer

Für Frau Van der Duin sind ihre kleinen Schüler praktisch ihr ganzes Leben. Sie verbringt fast jeden Tag mit ihnen zusammen im Klassenzimmer und erfreut sich an ihrer kindlichen Freude. Für sie war es sehr hart, die Kinder auf einmal nicht wiederzusehen. Deswegen beschloss sie, 23 kleine Strickpüppchen zu stricken, eine pro Schüler. So würde sie sich ihnen etwas näher fühlen.

Die Genauigkeit, mit der sie jede einzelne Puppe an ihre Schüler angepasst hat, ist einfach unglaublich. Ingeborg kopierte exakt dieselbe Kleidung, die ihre Schüler trugen und warf ein strenges Auge auf Details wie Sommersprossen, Haut und Haarfarbe, sogar Brillen. Sie widmete jedem Schüler 3 bis 4 Stunden ihrer Zeit.

Ingeborg Van der Duin

Als sie fertig war, zeigte sie das Resultat den Schülern und ihren Eltern. Das Projekt war ein Riesenerfolg: obwohl sie die verschiedenen Schüler-Püppchen zuerst nicht bei Namen genannt waren, war es für die Kinder nicht schwer sich auf den Abbildungen zu erkennen.

Aber noch fehlte der Kollektion etwas sehr wichtiges: Frau Van der Duin dachte zuerst gar nicht daran, ein Puppen-Double von ihr selbst zu stricken, aber tat es am Ende doch, damit der Klasse nichts fehle.

Ingeborg Van der Duin

Bald werden die Schulen in Holland wieder geöffnet, damit die Schüler ihre Sachen abholen gehen können. Dann wird auch Ingeborg sie wiedersehen und jeden Einzelnen seine persönliche Puppen-Abbildung überreichen.

Sie behauptete, dass auch die anderen Lehrer von der Idee begeistert gewesen seien und dass sie sie darum gebeten haben sollen, Puppen-Double von ihren Schülern zu stricken. Ingeborg habe aber gesagt, „es gebe keine Zeit für sowas“: nur für ihre eigenen geliebten Schüler.

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