Por Upsocl
3 septiembre, 2021

Ihre Kinder waren zunächst verärgert, dass sie ihnen nicht half, aber dann verstanden sie, dass sie keine Sklavin war. Sie hat ihre Kinder großgezogen. Ihre Enkelkinder hat sie aber nicht angerührt.

Obwohl wir alle unsere Großmütter verehren, verstehen viele Eltern nicht, dass es nicht die Aufgabe der Großeltern ist, sich um ihre Enkelkinder zu kümmern. Sie denken, dass sie nichts Besseres zu tun haben, weil sie zu Hause sind. Dabei haben sie in Wirklichkeit schon viel getan und genießen es, sich ausruhen zu können. 

Manchmal führt dies zu Problemen. Während einige Großmütter es tolerieren, als Betreuerinnen zu arbeiten, machen andere einfach klar, dass dies nicht ihre Aufgabe ist, egal wie sehr sie ihre Enkelkinder lieben. 

Instagram / joviajando

Das ist der Fall von Josefa Feitosa, besser bekannt als „Jô”, einer Großmutter, die wie niemand sonst nicht zu Hause bleiben wollte. Sie hat lange Zeit im brasilianischen Strafvollzug gearbeitet, und als sie schließlich in den Ruhestand ging, wollte sie auf keinen Fall noch mehr Kinder großziehen müssen.

Zu diesem Zeitpunkt hatte sie bereits drei Kinder und einen Enkel, auf den sie gelegentlich aufpassen sollte. Dies lehnte sie jedoch irgendwann ab und beschloss, ihr Zuhause zu verlassen. Sie verkaufte ihr gesamtes Hab und Gut, ihr Haus, ihre Möbel und ihre Kleidung, um das zu tun, was sie schon immer tun wollte.

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Sie begann zu reisen. Das tat sie zunächst durch einige Regionen ihres Landes. Später vergaß sie die Grenzen und erkundete die Welt.

Eine ihrer Töchter, Lilith Feitosa, fand das anfangs seltsam und ärgerlich, weil sie der Meinung war, dass die Kinder diejenigen sind, die die Welt erkunden sollten. Aber schließlich merkte sie, dass ihre Mutter nicht wie die anderen war. Sie wollte in die Welt hinausgehen und diese erkunden. Sie wollte große Abenteuer erleben. 

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Josefa erzählte G1 gegenüber, dass sie eine stolze und engagierte Mutter ist. Sie versichert aber gleichzeitig, dass Großmütter nicht dazu bestimmt sind, sich um Enkelkinder zu kümmern. Sie ist der Meinung, dass die Wohnungstüren von Großmüttern für ihre Kinder und Enkelkinder nicht immer offen stehen sollten, da auch sie ein Recht auf Privatsphäre haben. 

Deshalb zieht sie es vor, die Welt kennen zu lernen und  bereichernde Erfahrungen zu machen, die sie in ihrer Heimat Brasilien nicht machen kann.

Auf diese Weise teilt sie alle ihre Abenteuer auf Instagram und möchte eine Inspirationsquelle für ältere Menschen sein, die Angst vor dem Reisen haben. Sie ist oft als Rucksacktouristin unterwegs. Es geht ihr nicht um Luxus, aber sie findet jede Erfahrung bereichernd. 

Instagram / joviajando

Sie hat jahrelang gearbeitet und ihre Familie mit viel Liebe großgezogen. Deshalb möchte sie ihren Lebensabend für sich selbst nutzen und mit schönen Erlebnissen füllen können.

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