Por Upsocl
13 noviembre, 2020

Nicht nur der Papst Franziskus setzt sich mit Gleichgeschlechtlicher Liebe innerhalb der Katholischen Kirche auseinander. Nein, das Thema beschäftigt das Christentum seit Jahrtausenden.

Im vergangenen Oktober befürwortete Papst Franziskus als erster Oberhaupt der Katholischen Kirche öffentlich gleichgeschlechtliche Partnerschaften. In seinem Dokumentarfilm „Franziskus“, sprach sich Franziskus für das Recht auf eine Familiengründung für Homosexuelle aus. Das rüttelte die Katholische Kirche ganz schön auf. Fakt ist aber, dass das Thema Religion und Homosexualität nicht neu in der Geschichte des Christentums ist.

Vor mehr als 1500 Jahren lebten die Heiligen Sergios und Bakchos, deren gemeinsame Beziehung in Historikerkreisen als das erste gleichgeschlechtliche Verhältnis innerhalb der Katholischen Kirche gilt. 

Das ist ihre Geschichte.

“Santos Sergio y Baco”, por Rick Herold

Es gibt diverse Theorien und Auffassungen, die sich mit diesen ehemaligen römischen Grenztruppenoffizieren auseinandersetzen. Beide tauchen zum ersten Mal in der Römischen Martilogie auf.

Sie wurden aufgrund ihres Glaubens gefoltert und schließlich hingerichtet. Das geschah im IV. Jahrhundert in Syrien, wo sie den römischen Kaiser Galerius Maximus (269-311) auf einer Nahost-Expedition begleiteten.

Sergios und Bakchos werden als Heilige verehrt und sind Schlüsselfiguren in der so umstrittennen Beziehung zwischen Kirche und Homosexualität.

Ese Chuy

Für den us-amerikanischen Historiker John Boswell, ist das Verhältnis der beiden Märtyrer ein Beleg dafür, dass die Katholische Kirche gleichgeschlechtlichen Beziehungen nicht immer feindselig gegenübergestanden hat. Das beschreibt er in seinem 1994 erschienen Werk Same-Sex Unions in Pre Modern Europe.

Auch der Text „Die Passion des Sergios und Bakchus“ bestätigt die Existenz eines Liebesverhältnisses zwischen den Märtyrern.

JAMES GORDON

Das Pärchen ist zu einer Art Kultfigur in der LGTBQ-Bewegung geworden. Ihr Streben nach Anerkennung und Freiheit findet in diesen Kreisen sehr viel Anerkennung. 

Autor desconocido, ayúdanos a encontrarlo

„Die Passion des Sergios und Bakchos“ wurde ungefähr im Jahre 425 verfasst und erst 100 Jahre nach ihrem Tod publiziert. Es gibt viele Gerüchte und Mutmaßungen um diese Geschichte, die sich mit dem Laufe der Jahre stets angehäuft haben. 

Ihr Leben an sich soll aber in hohem Maß von Diskriminierungen und Intoleranz geprägt worden sein.

Ese Chuy

Ihre Liebesgeschichte begann in einer Zeit, wo Christen und Christentum verfolgt und bestraft wurden. Sie konnten sich nur heimlich zu ihrem Glauben bekennen und ihn ausüben. 

Während einer ihrer zahlreichen Reisen weigerten sie sich, König Jupiter anzubeten und wurden deswegen auf grausamste Weise bestraft. 

Man zwang sie Frauenkleider anzuziehen, schändete sie und peitschte sie aus.

Ese Chuy

Bakcho starb an den Foltern, während Sergios ein paar Tage später enthauptet wurde. Seitdem herrschen zahlreiche Gerüchte um ihre Beziehung. 

Es wird auch behauptet, sie hätten ihre Bindung durch ein „Bruderschaftsritual“ geloben: die sogenannte Adelphopoiesis, eine kirchliche Schwurbruderschaft.

TRINITY STORES

Heute ist ihre Geschichte weltbekannt und sie werden als Heilige verehrt. Sie kämpften für ihren Glauben und ihre Liebe, ohne sich zu verstecken.

Heute ist ihre Geschichte weltbekannt und sie werden als Heilige verehrt. Sie kämpften um ihren Glauben und ihre Liebe, ohne sich zu verstecken.

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