Por Upsocl
19 noviembre, 2020

„Ich dachte mehr an sie als an die Heiligen Schriften. Ich hörte auf mein Herz. Ich beschloss, ehrlich mir gegenüber und gegenüber Gott zu sein“, erzählte Fani. Das Wichtigste ist immer noch die Liebe.

Ihre Lebensgeschichte gleicht einem Liebesroman. Der Dokumentarfilm “Nun of Your Business” erzählt die Geschichte von Marita und Fani, zwei ehemalige Nonnen aus Kroatien, die sich während ihrer Zeit im Klosterdienst kennenlernten und ineinander verliebten.

Der gemeinsame Weg war nicht immer einfach, aber letzten Endes hat ihre Liebe jede Hürde überwinden können. Sie legten ihren Nonnendienst nieder und begannen ein glückliches Verhältnis miteinander. Das Schicksal hatte sie auf den Prüfstand gestellt, und sie bewältigten die Schwierigkeiten, um zusammen sein zu können.

Hier können Sie sich den Trailer der Dokumentation anschauen (*Video in Originalsprache):

 

Marita (die mit den rosafarbenen Haaren) verliebte sich als Erste inbrünstig in ihre Nonnengefährtin. Mit der Zeit entwickelten die beiden eine sehr enge Beziehung, bis eines Tages ihre Liebe nicht mehr zu leugnen war. 

„Ich hörte einfach auf mein Herz“

In Kroatien ist Homosexualität immer noch ein Tabuthema. Schwule und Lesben gelten als „behindert“ und werden ausgegrenzt.

ZagrebDox/ AFP

Beide krempelten ihr Leben vollkommen um, gestanden sich ihre Liebe und sind jetzt so glücklich wie noch nie zuvor.

„Ich beschloss, ehrlich mir gegenüber und gegenüber Gott zu sein“.

Ivana Marinic Kragic ist die Regisseurin des von diesen ehemaligen Nonnen handelnden Dokumentarfilms. Marinic Kragic wollte vor allem den Freiheitseinschränkungen und Menschenrechtsverletzungen, die Homosexuelle in Kroatien erleiden, mit einem kritischen Blick gegenübertreten. 

ZagrebDox/ AFP

Marita stieg mit 18 Jahren in den lebenslangen Gottesdienst ein. Anders als viele denken, tat sie das nicht aus Zwang, sondern aus Überzeugung. 

Dort lernte sie Fani Feric kennen, die mit 23 ins Kloster kam.

„Früher hatte ich ein idealisiertes Bild von der Religion. Später merkte ich, dass das doch nichts für mich war. Unser Klostermotto lautete “Veritas”. Nach einiger Zeit, beschloss ich, ehrlich mir gegenüber und gegenüber Gott zu sein. Gott ist Liebe“.

–sagte Marita im Gespräch mit lokalen Medien–

ZagrebDox/ AFP

Ihr Mut ist inspirierend. Solche Geschichten stärken das Selbstbewusstsein von Tausenden Homosexuellen, die sich aufgrund ihrer Form des Liebens schämen und von der Gesellschaft exkludiert werden.  

„Es ist hart, sich nicht dazugehörig zu fühlen weil man anders ist. Für die Katholische Kirche ist Homosexualität immer noch eine schwere Sünde. Ich betete zu Gott und bat ihn, mich von meiner “Krankheit” zu heilen. Später wurde mir aber bewusst, dass Gott mich so geschaffen hatte, und dass es nichts zu heilen gab“.

–erzählte Fani–

ZagrebDox/ AFP

Seitdem sind bereits einige Jahre vergangen. Marita ist heute 36 und Fani ist vor kurzem 40 Jahre alt geworden. Ihre gemeinsame Geschichte ist ein Zeugnis von Liebe, Widerstandsfähigkeit und Selbstüberwindung. 

Heutzutage sind sie in der Tourismusbranche tätig. Gemeinsam leben sie ein glückliches Leben und sind weiterhin ihrem Glauben treu. Sie stehen zu Gott, aber vor allem, zu der Liebe. 

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