Por Upsocl
25 marzo, 2020

Die Verantwortlichen der dänischen Supermarktkette Meny haben Maßnahmen ergriffen, die als schädlich für die Gesetze des Marktkapitals empfunden werden könnten. Doch in Zeiten des Mangels und der Bedürftigkeit muss man den Rücksichtslosen schon mal zeigen was Sache ist.

Die in den letzten Monaten grassierende Coronavirus-Pandemie ist ein Ereignis, das für viele weltweit ein völlig neues und bisher nie erlebtes Lebensszenario darstellt. Die Gefahr sich mit diesem Virus anzustecken ist äußerst hoch, was die Menschen dazu getrieben hat, immer wahnsinnigere „Schutzmaßnahmen“ zu ergreifen.

Eine der umstrittensten Situationen, die man in vielen Ländern beobachten konnte, ist der ungezügelte Kaufwahn, der so manchen schon erfasst hat. Angesichts der weltweiten Hausquarantäne, sind Supermärkte oft von Menschenhorden gestürmt worden, die wie verrückt sich alle Nahrungs- und Pflegemittel geschnappt und mitgenommen haben. Wie es zu erwarten war, wurden diese Vorgehensweisen, aufgrund der Rücksichtslosigkeit und mangelnden Solidaritätssinn der Täter, stark kritisiert.

Eins der meist begehrten Pflegeprodukte ist Handpflegeöl. Diese Reinigungsseife dient dazu, trockene Hände von Bakterien zu säubern. Da dieses Produkt allgemein nur in kleinen Behältern zu finden ist, kaufen manche Leute diese massenhaft, als ob es keine weiteren Nutzbedürftigen geben würde. Darum hat sich ein dänischer Supermarkt eine Strategie ausgedacht, um solche Situationen zu vermeiden.

_schuermann

„Sehr geehrte Kunden:

Handpflegeöl: 40 Kronen.

Da heutzutage Handpflegeöl ein knappes Gut ist, steigen ab jetzt die Preise, falls ein Kunde mehr als ein Fläschchen mitnehmen sollte:

1000 Kronen pro Einheit.

Hochachtungsvoll, Rotunden Hellerup Foodmarket»

Ganz genau. Wie zu sehen ist, hat man in diesem Supermarkt den Entschluss gefasst, den Preis des Handpflegeöls aufs fünfundzwanzigfache zu erhöhen. Falls ein verzweifelter Kunde zwei, oder mehr, Fläschchen zu kaufen versucht, steigt der Stückpreis von 40 Kronen (zirka 5,7 Dollar) bis auf 1000 Kronen (145 Dollar). Zweifellos handelt es sich hier um eine sehr nachvollziehbare und auch einfallsreiche Maßnahme, um Versorgungskrisen zu vermeiden und eine gerechte Verteilung dieses Produkts für alle Bürger zu versichern.

Die Supermarktkette Meny erklärte ihr Handeln und begründete warum sie entschlossen, die Handpflegeöl-Preise so drastisch zu erhöhen. Außerdem, gab sie ihren Kunden ein paar gesundheitliche Empfehlungen.

„Sehr geehrte Kundschaft,

Auf uns lastet die große Verantwortung dieses Geschäft auf Trab zu halten, und das können wir nur mit der Hilfe und dem Verständnis von allen schaffen. Ihr könnt auf folgende Weise dazu beitragen:

Wir bitten respektvoll allen Kunden darum, Abstand voneinander und von unseren Mitarbeitern zu halten. Säubert eure Hände am Eingang mit Handpflegeöl oder Seife und benutzt Gummihandschuhe. Wenn ihr als Familie kommen solltet, bitten wir euch, dass, wenn es möglich ist, nur ein Mitglied die Einkäufe durchführt. Es könnte vorkommen, dass wir den Eintritt von mehreren Kunden auf einmal einschränken. Wir werden euch per Facebook von neuen weiteren Betriebsveränderungen berichten.

Passt auf euch auf und vielen Dank für euer Verständnis“.

 

Supermarktkette Meny

Reuters

Die Verantwortlichen von Meny haben Maßnahmen ergriffen, die als schädlich für die Gesetze des Marktkapitals empfunden werden könnten. Doch in Zeiten des Mangels und der Bedürftigkeit muss man den Rücksichtslosen schon mal zeigen was Sache ist.

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