Por Upsocl
21 octubre, 2020

„Tut mir leid, Süße, wie behandeln keine Männer“, schrieb ihr per Whatsapp ein Mitarbeiter der Schönheitsklinik.

Corona hat viele andere Probleme in den Hintergrund gestellt. Das bedeutet aber nicht, dass man sie einfach unbeachtet vorbeiziehen lassen sollte. Es gibt weiterhin unzählige Ungerechtigkeiten, Bedrohungen und Konflikte, die bereinigt werden müssen. Eine von ihnen ist die Diskriminierung sexueller Minderheiten, insbesondere die Feindlichkeit gegenüber Transmenschen und die Nichtanerkennung ihrer wahren Identität.

Pixabay

In Mexiko, zum Beispiel, weigerte sich vor kurzem ein Haarentfernungsstudio namens „Perfect Skin“, eine transgeschlechtliche Kundin zu behandeln. Sie hatte noch nicht einmal genau angedeutet, wo genau sie sich würde enthaaren wollen, da wurde ihr schon gesagt, es sei „nicht angemessen“. Als sie dann darauf bestand, wies man sie zurück, indem man betonte, man behandle keine Männer.

Das stellt eine eindeutige Verletzung ihrer geschlechtlichen Identität dar, die sie nicht einfach so tatenlos hinnehmen wollte. Zwar hat sie bis jetzt lediglich nur ein paar Whatsapp-Screenshots ins Netz gestellt, die den respektlosen Umgang des Studios mit ihr belegen, sie hat aber noch vor, eine formelle Anzeige zu erstatten. 

Aytana Zuñiga / Twitter

„Ein Mädchen hat mich darum gebeten, diesen Schönheitssalon öffentlich zu denunzieren, weil man sie aufgrund ihrer Transgeschlechtlichkeit nicht hat behandeln wollen. Es schockiert mich, dass es heutzutage immer noch so ignorante Menschen gibt, die nicht verstehen wollen, dass eine Transfrau auch eine Frau ist“.

–schrieb auf Twitter die Nutzerin @elvirarelv zusammen mit den entsprechenden Screenshots–

Das sind die veröffentlichten Chatverläufe:




Die Jugendliche, die wie später sich herausstellte Aytana heißt, wurde in den Sozialen Netzwerken mehrfach unterstützt. Natürlich gab es auch viele, die sich auf die Seite des Haarentfernungsstudio stellten und so manche, die Aytana sogar noch beschimpften. Kommentare, die klar und deutlich Hass und Feindseligkeit gegenüber Minderheiten schüren. Das beweist, dass in Bezug auf Transgender-Identitäten immer noch sehr viel Ignoranz und Intoleranz herrscht.  

Aytana Zuñiga / Twitter

Transmenschen haben schon genug Schwierigkeiten, um sich selber so zu akzeptieren wie sie sind. Dazu kommt auch noch gesellschaftliche Diskriminierung und Vorurteile hinzu. Darum sollten Fälle wie der Aytanas zukünftig unterbunden und verurteilt werden.

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