Sie lag krank im Bett, als sie hörte, wie das leise Wimmern ihres neugeborenen Welpen langsam verklang.

Sie rief ihre Mutter immer wieder an, aber am anderen Ende nahm niemand ab. Also tat sie das Einzige, was ihr einfiel: Sie schnappte sich die Schlüssel, setzte den kleinen Hund ins Auto und fuhr eineinhalb Kilometer zur nächstgelegenen Tierklinik, ohne überhaupt wirklich zu wissen, wie man Auto fährt.
Ein Streifenwagen fing sie unterwegs ab. Doch als der Polizist ihr tränenüberströmtes Gesicht sah und verstand, warum sie dieses Risiko einging, behandelte er sie nicht wie eine Straftäterin: Er setzte sie und ihr Haustier in den Streifenwagen und fuhr sie direkt zur Klinik. Der Welpe überlebte.
Danach begleitete er das Mädchen zum Arbeitsplatz ihrer Mutter – nicht, um sie zu beschuldigen, sondern um ihr zu sagen, dass sie eine mutige, mitfühlende und intelligente Tochter erzog – und dass es bereits an der Zeit war, ihr beizubringen, richtig Auto zu fahren.
