Das Mädchen, nach dem Cali unablässig gesucht hatte, ist drei Jahre alt.
Nach dem Erdbeben vom 10. August war sie im Viertel Tequendama unter den Trümmern eingeschlossen und blieb dort mehr als einhundert Stunden lang in Stille. Vier Tage.

Während die Stadt ihre Verluste zählte —294 Tote, 320 Vermisste, Tausende Verletzte laut UNGRD—, entfernten Rettungsteams weiterhin Betonblöcke, ohne zu wissen, was sie darunter finden würden.
Sie fanden sie lebend. Das Video des Moments, in dem sie sie aus der Struktur zogen und den Ärzten übergaben, verbreitete sich innerhalb weniger Minuten in den sozialen Medien: Rettungskräfte, die schrien, Menschen um sie herum, die weinten, diese einzigartige Mischung aus Erleichterung und Staunen, die nur ein echtes Wunder hervorbringen kann.

Für die Familien, die noch immer auf Nachrichten von ihren Angehörigen warteten, wurde dieses Mädchen zum Beweis dafür, dass Hoffnung selbst am fünften Tag noch Sinn ergibt.
Video:
