Hayden Panettiere brauchte zwei Jahre, um jede Seite zu schreiben.
Sie nannte sie „Lebensbeben“. Erdbeben des Lebens, jene Momente, die dein Leben in ein Davor und Danach teilen. Darin schilderte sie den Missbrauch, den sie mit 18 erlitt, als eine Freundin sie dazu brachte, zu einem mächtigen Mann zu gehen, der nackt auf sie wartete. Sie schilderte auch die Sucht, die Depression, die nach ihrer Mutterschaft kam, und den Schmerz, nicht jeden Morgen neben ihrer Tochter Kaya aufzuwachen, dem Mädchen, das sie mit Wladimir Klitschko hatte. Sie schrieb, dass die Autoren in Nashville am Ende ihre eigene Tragödie kopierten, ohne es zu wissen. Dass sie ihren echten Schmerz vor den Kameras auslebte, während sie ihn vor allen anderen verbarg. Am 19. Mai 2026 kam das Buch in die Buchhandlungen.

Drei Monate später starb Hayden mit 36. Heute, wenn man This Is Me: A Reckoning liest, wirkt es nicht mehr wie bloß eine Autobiografie. Es klingt wie die Stimme von jemandem, der sich, ohne es zu wissen, verabschiedete.

