Gerardo Germán Pineda war 75 Jahre alt und hatte die Hälfte seines Lebens als Ringrichter im Ring gearbeitet. In Mineral de la Reforma, Hidalgo, soll der Wrestler El Hijo de Fishman, 36, ihn beim Hauptkampf einer unabhängigen Wrestling-Show mit einem Piledriver getroffen haben, einem verbotenen Move. „El Búho“, wie er in Wrestlingkreisen genannt wurde, blieb regungslos liegen. Laut Steph Heredia, einer Zuschauerin, dachten alle, es gehöre zur Show, weil solche Dinge beim Wrestling häufig vorkommen. Doch der Ringrichter blieb mehrere Minuten am Boden liegen, und als die Sanitäter eintrafen, hatte er keine Lebenszeichen mehr.

Lokalen Berichten zufolge gab es am Veranstaltungsort weder einen Krankenwagen noch medizinisches Personal, obwohl beides bei solchen Veranstaltungen in Hidalgo vorgeschrieben ist. Fishman wurde von der Gemeindepolizei festgenommen und wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung an die Staatsanwaltschaft übergeben. Dafür könnte eine Freiheitsstrafe von 5 bis 15 Jahren verhängt werden. Innerhalb von 48 Stunden soll eine Anhörung stattfinden, bei der entschieden wird, ob er freigelassen oder angeklagt wird. Die Todesursache wurde noch nicht offiziell bestätigt, und Quellen sind sich uneinig, ob es sich bei dem Move tatsächlich um einen Piledriver handelte.

Der Veranstalter El Patrón Espectáculos Lucha Libre erklärte, er kooperiere mit den Behörden und stehe weiterhin mit der Familie des Ringrichters in Kontakt.

