Lily Born war 9 Jahre alt, als ihr etwas auffiel, das sonst niemand zu bemerken schien.

Ihr Großvater, der Parkinson hatte, konnte keinen Becher halten, ohne dass sein Zittern dazu führte, dass er Kaffee oder Wasser verschüttete. Statt wegzusehen, entwickelte das Mädchen aus Chicago eine Lösung: einen Plastikbecher mit drei Beinen am Boden, der viel stabiler war als jedes gewöhnliche Glas.

Ihr Vater, Joe Born, sah, dass der Prototyp funktionierte, und beschloss, sie dabei zu unterstützen, daraus etwas Größeres zu machen. Gemeinsam starteten sie eine Kickstarter-Kampagne, die 2016 mehr als 62,000 Dollar einbrachte; fast 1,800 Menschen unterstützten die Idee.

Sie reisten sogar nach Jingdezhen in China, um nach einer eleganteren Keramikversion zu suchen, doch die Zerbrechlichkeit des Materials brachte sie dazu, zu dem robusten Plastik zurückzukehren, das von Anfang an funktioniert hatte.

So entstand der Kangaroo Cup, von dem bereits Tausende Exemplare in verschiedenen Ländern verkauft wurden. Heute leitet Lily mit 21 Jahren Imagiroo, das Unternehmen, das sie aus Liebe zu ihrem Großvater gründete und das Menschen mit Parkinson auf der ganzen Welt nun wieder mehr Selbstständigkeit gibt.

