Ein chronisches Gesäßgeschwür hatte monatelang auf keine Behandlung angesprochen. Für die Patientin oder den Patienten, eine Person mit Krebs, blieb als einzige Option eine große Operation. 👀

Dann beschloss ein Team von CONICET und CEMIC, geleitet vom Forscher Alejandro Berra zusammen mit María Ximena Guerbi und Jimena Rodrigo, etwas anderes zu versuchen: Pflaster aus Amnionmembran, dem Gewebe, das die Plazenta umhüllt und nach jeder Geburt normalerweise entsorgt wird.

Nach 49 Tagen zeigte der behandelte Bereich bereits bessere Fortschritte als mit herkömmlichen Methoden, und fünf Monate später hatte sich die Wunde vollständig geschlossen. Ohne Operation. Ohne Krankenhausaufenthalt.
In Argentinien verarbeitet die NGO AMNIOSBMA gespendete Plazenten innerhalb der ersten 24 Stunden, um die komplexe Logistik der Kryokonservierung zu vermeiden.

Der Fall wurde in der Zeitschrift International Journal of Molecular Sciences dokumentiert, und er wirft eine Frage auf, die man sich stellen sollte: Wie viele Gewebe, die wir als Abfall betrachten, könnten medizinische Lösungen bergen, die wir noch nicht erforscht haben?

