Aron Ralston: die unglaubliche Geschichte des Mannes, der 127 Stunden lang unter einem Felsen gefangen war und überlebte

Por Ana Cid
19 August, 2026

Im April 2003 brach Aron Ralston, ein 27-jähriger Maschinenbauingenieur und begeisterter Bergsteiger, allein zum Bluejohn Canyon in Utah, Vereinigte Staaten, auf. Er informierte niemanden über seine Route und hatte nur begrenzte Vorräte dabei. Während er durch eine enge Passage hinabstieg, löste sich ein etwa 363 Kilo schwerer Felsen und stürzte auf seinen rechten Arm, wodurch dieser bewegungsunfähig wurde.

Ralston verbrachte Stunden damit, den Felsen zu bewegen und seinen Arm zu befreien, doch all seine Bemühungen waren vergeblich. Mit der Zeit wurde das Wasser knapp und sein körperlicher Zustand verschlechterte sich. Nachdem er mehrere Tage gefangen gewesen war, nahm er mit einer Videokamera Nachrichten für seine Familie auf, überzeugt davon, dass er den Canyon wahrscheinlich nicht lebend verlassen würde.

Am fünften Tag traf er die Entscheidung, die ihm das Überleben ermöglichen sollte. Mit einem kleinen Multifunktionswerkzeug amputierte er den eingeklemmten Arm unterhalb des Ellenbogens. Die Operation dauerte etwa eine Stunde und erforderte, dass er Gewebe, Muskeln und Knochen durchtrennte, bis es ihm gelang, sich zu befreien. Anschließend musste er eine improvisierte Blutsperre anlegen, um die Blutung zu kontrollieren.

Doch die Flucht unter dem Felsen bedeutete nicht, dass er in Sicherheit war. Ralston musste noch etwa 20 Meter eine Felswand hinabsteigen und mehrere Kilometer durch die Wüste zurücklegen, bevor er andere Wanderer fand. Schließlich traf er auf eine Gruppe niederländischer Touristen, die die Behörden alarmierten und so seine Evakuierung per Hubschrauber ermöglichten.

** VORABDRUCK FÜR WOCHENENDAUSGABEN, 20-21. AUG. ** Aaron Ralston posiert am Sonntag, dem 7. Aug. 2005, in Aspen, Colo. (AP Photo/E Pablo Kosmicki)

Ralston überlebte und setzte seine Bergsteigeraktivitäten auch nach dem Verlust seines Arms fort. Seine Geschichte wurde zu einem außergewöhnlichen Beispiel für Überlebenswillen und später im Buch Between a Rock and a Hard Place nacherzählt sowie unter der Regie von Danny Boyle in 127 Hours auf die Leinwand gebracht. Was als Soloausflug begann, wurde letztlich zu einer Geschichte darüber, wie weit ein Mensch gehen kann, wenn die einzige verbleibende Alternative darin besteht, darum zu kämpfen, am Leben zu bleiben.

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