Cassian befand sich noch im Mutterleib, als ein Ultraschall etwas Lebensbedrohliches zeigte: Seine Atemwege waren blockiert, und seine Lungen füllten sich mit Flüssigkeit, die sie nicht von selbst ableiten konnten.

Im Orlando Health Winnie Palmer Hospital in Florida standen Keishera und ihr Arzt vor einer Entscheidung, die kein Handbuch vollständig lösen konnte. In der 25. Schwangerschaftswoche holte ein Operationsteam den Kopf, Hals und die Schultern des Fötus aus der Fruchtblase – ohne ihn von der Nabelschnur oder seiner Mutter zu trennen – und führte einen Katheter in seine Luftröhre ein, um die Flüssigkeit abzuleiten, die sich in seinen Lungen angesammelt hatte. Anschließend legten sie ihn wieder in die Gebärmutter zurück, damit Keishera noch mehrere Wochen schwanger bleiben konnte.

Cassian wurde im August 2025 geboren und ist heute wohlauf. Die Ärzte, die ihn operiert haben, sagen, dass dieses bislang beispiellose Verfahren für andere Babys mit derselben Diagnose den Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen könnte.
