Eine Person zündet in ihrem Zuhause in Havanna eine Kerze an und wartet. Sie weiß nicht, ob der Strom in einer Stunde oder erst nach einem ganzen Tag zurückkommt …

In Kuba ist 2026 das Jahr der Stromausfälle von bis zu 40 Stunden am Stück. Das nationale Stromsystem erzeugt kaum 1.160 Megawatt bei einer Nachfrage von mehr als 3.000, und im Februar lag mehr als 60% des Staatsgebiets gleichzeitig im Dunkeln.

Die Beschränkungen der Vereinigten Staaten für das Öl, das die Insel erreicht, haben alles noch schlimmer gemacht: Heute kostet eine Tankfüllung Flüssiggas zum Kochen etwa 34 Dollar, während der Durchschnittslohn auf der Insel bei rund 30 Dollar im Monat liegt.


Lebensmittel verderben in stromlosen Kühlschränken, der Verkehr bricht zusammen, und auf den Straßen türmt sich der Müll.


Und mitten in diesem landesweiten Stromausfall gibt es Straßen, in denen die Lichter nie ausgehen. Häuser mit eigenen Generatoren, Elektroautos, die problemlos geladen werden, ein paralleles Leben, das weder Kerzen noch Handfächer kennt.


Dieselbe Insel, zwei verschiedene Länder – je nachdem, in welchem Viertel man geboren wurde.
