Miguel Carcaño wurde 2011 zu 21 Jahren und 3 Monaten Gefängnis wegen des Mordes an Marta del Castillo verurteilt, einem 17-jährigen Mädchen, das 2009 in Sevilla verschwand. Der Fall schockierte das Land nicht nur wegen der Brutalität des Verbrechens, sondern auch, weil Martas Leiche nie gefunden wurde.

Jahrelang gab Carcaño unterschiedliche Versionen dessen, was passiert war, was der Familie der jungen Frau enorme Schmerzen und Hilflosigkeit verursachte. Außerdem wurde ihm zwar auferlegt, Martas Eltern eine Entschädigung in Millionenhöhe zu zahlen, doch ein Großteil dieses Geldes wurde angeblich nie gezahlt.

Nun besteht die Möglichkeit, dass Miguel Carcaño aufgrund des spanischen Strafvollzugssystems am 8. Mai 2030 freigelassen werden könnte. Obwohl er zu 21 Jahren und 3 Monaten Gefängnis verurteilt wurde, berücksichtigt das Entlassungsdatum Faktoren wie bereits verbüßte Zeit, Haftvergünstigungen und gesetzlich vorgesehene Strafminderungen.

