Sie bergen den Leichnam von „Green Boots“, dem Everest-Bergsteiger, der 1996 starb, und er war nicht der, für den man ihn hielt

Por Rodrigo Martínez
1 July, 2026

Seit 1996 markiert ein gefrorener Leichnam die Nordroute des Everest auf 8,500 Metern Höhe. Bergsteiger nennen ihn Green Boots, und fast dreißig Jahre lang nutzten sie ihn als Orientierungspunkt, ohne allzu sehr darüber nachzudenken, wer er zu Lebzeiten gewesen war.

Man hielt es für selbstverständlich, dass es Tsewang Paljor war, ein Mitglied der indischen Expedition, das am 10. Mai 1996 zusammen mit Tsewang Smanla und Dorje Morup in einem Sturm festsaß. Doch ein von der Indo-Tibetan Border Police durchgeführter DNA-Test änderte die Geschichte: Der Leichnam gehört Morup, nicht Paljor.

Nun bereitet Indien eine Expedition vor, um ihn zu bergen, in einem Gebiet, das so extrem ist, dass es als Todeszone bekannt ist. Der Leichnam, seit fast drei Jahrzehnten gefroren, wird auf bis zu 200 Kilos geschätzt, und ihn aus dieser Höhe herunterzubringen wird eine der schwierigsten Operationen in der Geschichte des Bergsteigens sein.

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