Der Mann, bei dem Narzissmus diagnostiziert wurde, verriet, wie er funktioniert: „Ich hasse mich selbst, aber ich bin besser als alle anderen“

Por Aracely Molina
19 June, 2026

Jacob Skidmore bemerkte es zum ersten Mal mit 8 oder 9 Jahren, bei einer Beerdigung. Während alle anderen weinten, fühlte er nichts. Es war keine vorübergehende Gefühllosigkeit: Es war das erste Anzeichen dafür, dass sein Geist auf radikal andere Weise funktionierte.

Skidmore, in den sozialen Medien als „The Nameless Narcissist“ bekannt, erhielt mit 16 die Diagnose einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung (NPD). Heute spricht er öffentlich aus der Innenperspektive über seinen Zustand, und was er beschreibt, zerlegt den am häufigsten wiederholten Mythos über Narzissmus: dass es sich um Selbstliebe in extremer Form handle. In Wirklichkeit, erklärt er, ist es genau das Gegenteil. Die Grandiosität, die die Störung kennzeichnet, entsteht nicht daraus, sich selbst zu sehr zu lieben, sondern aus einem brutalen Paradox: „Ich hasse mich selbst, aber ich bin besser als alle anderen.“ Es gibt kein Mitgefühl mit sich selbst, es gibt keinen inneren Frieden. Nur ein dauerhaftes Hyperbewusstsein dafür, wie andere ihn wahrnehmen, und ein zwanghaftes Bedürfnis, den ersten Platz einzunehmen.

Die klinische Psychologie bestätigt, was Skidmore aus seiner Erfahrung beschreibt: NPD ist durch ein unangemessenes Gefühl der Überlegenheit, eine übermäßige Suche nach Bewunderung und eine echte Schwierigkeit definiert, die Gefühle anderer Menschen zu verstehen. Ein Geist, der von außen selbstsicher wirkt, innerlich aber in ständiger Angst lebt, diese Überlegenheit nicht zu verlieren.

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