Felix Nmecha hatte in der sechsten Minute das 1:0 erzielt. Am Ende des Spiels führte Deutschland mit 7:1, und er hatte immer noch Energie, aber nicht zum Feiern: Er überquerte den Rasen des Houston Stadium, um direkt auf die Spieler aus Curaçao zuzugehen.

Zusammen mit Jonathan Tah umarmte Nmecha sie einen nach dem anderen und lud sie ein, im Mittelkreis einen Kreis zu bilden. Sechs Spieler beider Teams, auf dem Rasen stehend, schlossen die Augen und beteten am 14. Juni 2026 gemeinsam, während der Spielstand noch auf der Anzeigetafel stand.
Das Bild ging innerhalb weniger Stunden viral. Nmecha erklärte später, was passiert war: „Im Spiel sind wir Gegner, aber danach sind wir alle christliche Brüder. Wir haben ein kurzes Gebet gesprochen, weil wir glauben, dass Jesus durch das Spiel verherrlicht wird“.

Für Curaçao war es ihr erstes Spiel in der Geschichte einer Weltmeisterschaft. Sie verloren mit einem Rückstand von sechs Toren. Aber sie verließen den Platz mit diesem Moment, der für viele mehr wert war als jedes Ergebnis.
