Da ist Emiliano Martínez. Der umstrittenste Torhüter der Welt, derjenige, dessen Provokationen ganze Stadien in den Wahnsinn treiben, weint untröstlich, die Handschuhe an die Brust gedrückt, nachdem er das Finale gegen Spanien verloren hat.
Und dieses Bild spaltet die ganze Welt.
Für seine Fans sind es die Tränen eines Kriegers: des Mannes, der in Katar das Unmögliche hielt, der für sein Trikot sein Leben gab, der heute zusammenbricht, weil Niederlagen ihm tief in der Seele wehtun. Ein Idol mit Herz.
Für seine Kritiker ist es etwas anderes: Karma, das den Provokateur einholt, denjenigen, der sich so oft über Verlierer lustig machte und nun seine eigene Medizin zu kosten bekommt.
Die Wahrheit ist, dass Dibu niemanden gleichgültig lässt. Man liebt oder hasst ihn, aber niemand sieht diese Tränen, ohne etwas zu fühlen.
Ein weinender Mann. Der Rest liegt bei jedem selbst, je nachdem, auf welcher Seite man steht.
