Jürgen Klopp hielt sich nicht zurück. Als er sah, dass England noch vor den 90 Minuten gegen Argentinien eine Liste von Elfmeterschützen vorbereitet hatte, hatte er das Gefühl, dass etwas nicht stimmte.

Für ihn sendet diese Geste eine gefährliche Botschaft: im Voraus zu akzeptieren, dass das Spiel unentschieden enden könnte. „Fußball ist psychologisch“, erklärte er und betonte, dass Argentinien mit einer völlig anderen Idee antrat — das Spiel zu entscheiden, bevor es zum Elfmeterschießen kommt.

„Mit dem Kader, den England hat, sollte die Mentalität immer sein, das Spiel zunächst in der regulären Spielzeit zu gewinnen. So gehen große Teams solche Anlässe an“, sagte Klopp.
Der härteste Teil kam am Ende: Er sagte, dass derjenige, der beschlossen hatte, diese Liste zusammenzustellen, falschlag, und dass ein Kader mit Englands Qualität nur daran denken sollte, in der regulären Spielzeit zu gewinnen. Eine direkte Kritik, die unter Fans und Analysten bereits eine Debatte ausgelöst hat.
