Leila war erst viereinhalb Jahre alt, als John Grobler sie in Angola zwischen zwei Bäumen angekettet fand.


Sie war unterernährt, hatte keinen Unterschlupf und überlebte von dem Junkfood und Alkohol, den neugierige Schaulustige ihr gaben, sowie von ihrem eigenen Urin, um ihren Durst zu stillen. Eine Narbe an ihrem Kopf erzählte die Geschichte, die niemand ihm erzählen wollte: Sie war mit einer Machete geschlagen worden. John, ein namibischer Journalist, konnte nicht gehen, ohne etwas zu unternehmen. Gemeinsam mit der Wild Heart Wildlife Foundation und Dalene Dreyer organisierte er eine Rettungsaktion, bei der Genehmigungen, Impfungen und ein Reisepass eingeschlossen waren.


Als er ihr schließlich die Ketten abnahm, umarmte Leila ihn fest, als hätte sie verstanden, dass sich etwas für immer verändert hatte. Heute lebt sie in einer provisorischen Unterkunft in Namibia, während sie darauf wartet, in das Chimfunshi Wildlife Orphanage in Sambia überführt zu werden, wo sie wieder lernen wird, frei zu sein. Bei ihrem Abschied schlang sie ihre Arme um seinen Hals und wollte ihn nicht loslassen. Diese Geste ist vielleicht ein Beweis dafür, dass es manchmal genügt, sich zu weigern, wegzusehen.

