Die Wissenschaft hat die Weltmeisterschaft 100.000 Mal simuliert, um herauszufinden, wer gewinnen wird: Das sind die realen Wahrscheinlichkeiten für jede Nationalmannschaft 👀

Por Valeria Urra
19 June, 2026

Ein Team von Statistikerinnen und Statistikern der Universität Innsbruck in Österreich unter der Leitung von Professor Achim Zeileis hat ein Modell künstlicher Intelligenz entwickelt, das das gesamte Turnier immer wieder nachbildet und dabei dem offiziellen FIFA-Spielplan, der Verlängerung und dem Elfmeterschießen folgt. Das Ergebnis von 100.000 Durchläufen liefert etwas Konkretes: Spanien ist die Nationalmannschaft mit den besten Chancen, den Pokal zu holen, mit einer Wahrscheinlichkeit von 14.5%, dicht gefolgt von England und Frankreich mit jeweils 12.4% sowie Deutschland mit 11.2%.

Auffällig ist, dass Argentinien und Portugal weiter hinten auftauchen, als viele erwarten würden: Die Weltmeister kommen auf 8.2% und die Portugiesen auf 8.9%. Warum so niedrig? Die Forschenden selbst erklären es so: Das neue Format mit 48 Teams und mehr K.-o.-Runden verteilt die Chancen auf mehr Nationalmannschaften und verringert damit die historischen Vorteile der traditionellen Fußballmächte.

Das Modell rät nicht: Es verarbeitet Länderspiele der Nationalmannschaften aus den letzten acht Jahren, Quoten von Buchmachern, Marktwerte von Transfermarkt, die FIFA-Weltrangliste und sogar das BIP pro Kopf jedes Landes. All das fließt in ein „Random-Forest“-System ein, eine Technik, die Tausende von Entscheidungsbäumen kombiniert, die mit Daten seit der Weltmeisterschaft 2006 trainiert wurden. Wie die Autoren sagen, ist es wie das Würfeln mit gezinkten Würfeln: Jedes Team hat je nach seinem Niveau und seinem Gegner unterschiedliche Wahrscheinlichkeiten, ein Tor zu erzielen.

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