Jennifer Lopez ging nicht zu den Grammys 2000, um unbemerkt zu bleiben. Sie kam in diesem grünen Versace-Kleid an, tiefer ausgeschnitten, als man es für möglich hielt, und ließ die ganze Welt online nach mehr Fotos suchen, als würden die Leute nach einem Beweis dafür suchen, dass sie wirklich gesehen hatten, was sie gesehen hatten.
Man nannte es das Jungle Dress, und der Look war einfach zu viel. Transparenter Stoff, ein Dschungel-Print, ein Ausschnitt, der historisch wurde, und JLo lief, als wüsste sie ganz genau, dass sie gerade ihren Stempel auf dem roten Teppich hinterlassen hatte. Es war nicht nur ein schönes Kleid: es war DAS KLEID.

Das Problem war, dass Google damals noch hauptsächlich mit Textergebnissen arbeitete, also tippten die Leute „JLo dress“ ein und blieben fast im Dunkeln. Alle wollten das Bild sehen, es noch einmal anschauen, hineinzoomen, darüber reden … aber das Internet war für dieses Ausmaß kollektiver Besessenheit noch nicht bereit.
Jahre später sagte Eric Schmidt, ehemaliger Google-CEO, dass dieser Hype einer der Gründe war, die Google Bilder inspirierten. Mit anderen Worten: Die Leute suchten so viel nach diesem Kleid, dass es am Ende dazu beitrug, ein Tool voranzubringen, das wir heute fast benutzen, ohne darüber nachzudenken.

Jennifer sah nicht nur königlich aus. Sie trat in einem so ikonischen Kleid auf, dass sogar das Internet sich aktualisieren musste, um mit ihr Schritt zu halten.
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