Es gibt Wachsfiguren, die so echt aussehen, dass man fast erwartet, sie würden blinzeln, wie die bei Madame Tussauds oder diese hyperperfekten Statuen, bei denen Prominente noch makelloser wirken als im echten Leben … Und dann gibt es da noch das Museum von Arlindo Armacollo, einem brasilianischen Bildhauer, der ganz offensichtlich einen anderen Weg eingeschlagen hat.
Seine Figuren von Albert Einstein, Nelson Mandela, Mutter Teresa und Johannes Paul II. gingen viral, weil sie ja, importierte Glasaugen, Wachs und eine Menge Absicht haben … aber auch eine Ausstrahlung, die ziemlich schwer zu erklären ist.

Das Museum befindet sich in Rolândia, Brasilien, und machte in den sozialen Medien schnell die Runde, weil seine Skulpturen nicht unbemerkt bleiben. Es sind nicht die, die man ansieht und sagt: „Wow, das sieht echt aus“. Es sind eher die, bei denen man ein zweites Mal hinschaut und versucht herauszufinden, ob sie in einem Zärtlichkeit, Angst oder Lachen auslösen.

Armacollo hat gesagt, dass er nicht nach Perfektion strebt, sondern vielmehr danach, durch die Details die Persönlichkeit und „Seele“ jeder Person einzufangen. Und nun ja, eine Essenz ist da. Die Sache ist nur: Manche Figuren sehen so aus, als hätten sie etwas gesehen, das wir nicht gesehen haben.

Trotzdem muss man ihm eines lassen: Er hat alle dazu gebracht, über sein Museum zu sprechen. Vielleicht nicht aus den klassischen Gründen für ein Wachsfigurenkabinett, aber wegen etwas, das im Internet viel schwerer zu erreichen ist: unmöglich zu ignorieren zu sein.
