Joaquim und Isabel Silva reisten als Ehrengäste des Portugiesischen Fußballverbands nach Houston. Sie waren gekommen, um Portugals Auftaktspiel bei der Weltmeisterschaft 2026 gegen die DR Kongo am 17. Juni zu sehen. Doch als die Hymne begann und Diogo Jotas Bild auf den riesigen Stadionbildschirmen erschien, konnten sie sich nicht länger zurückhalten. Beide weinten auf den Rängen, als Tausende Menschen im Stadion des Stürmers gedachten, der am 3. Juli 2025 zusammen mit seinem Bruder André bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam.

Portugal ließ Jota nicht allein zur Weltmeisterschaft gehen. Nationaltrainer Roberto Martínez nahm ihn als Ehrenmitglied in die Mannschaft auf und erklärte vor dem Turnier: „Diogo ist unser Licht“. Die gesamte Mannschaft betrat das Spielfeld mit Armbändern, in die sein Name eingraviert war, eine Initiative, die von Premierminister Luis Montenegro persönlich gefördert wurde. Sogar Rute Cardoso, Jotas Witwe und die Mutter seiner drei Kinder, schrieb einen Brief an Schottlands Kapitän Andy Robertson, Diogos ehemaligen Mitspieler beim Liverpool, und bat ihn, den Traum von der Weltmeisterschaft weiterzutragen, den er nicht verwirklichen konnte.

Seine Eltern sahen alles von den Rängen aus. Und in diesem Stadion in Houston war Diogo Jota für einen Moment da.
