Edward Norton hielt sich nicht zurück. In einem kürzlich geführten Gespräch im Podcast Armchair Expert ließ der Schauspieler einen Satz fallen, der bereits überall die Runde macht: „Du bist nicht im Spektrum. Halt die Klappe“.
Sein Ziel waren diejenigen, die seiner Ansicht nach Autismus als trendiges Etikett benutzen, um Unhöflichkeit oder antisoziales Verhalten zu rechtfertigen. Norton war unmissverständlich: Eine echte Diagnose in ein beiläufiges Persönlichkeitsmerkmal zu verwandeln oder sie als Superkraft zu verkaufen, lässt diejenigen unsichtbar werden, die jeden Tag mit tiefgreifenden, realen Entwicklungsproblemen leben.
Das Interessante ist, dass er es nicht bei der Kritik beließ. Er räumte auch ein, dass wir als Gesellschaft immer besser darin werden, Muster menschlichen Verhaltens zu erkennen, und dass nicht jedes Muster zu einer Pathologie werden muss. Sein Kommentar traf einen empfindlichen Nerv: den Konflikt zwischen der Neurodiversitätsbewegung in den sozialen Medien und der Sorge von Eltern und Fachleuten um diejenigen, die mit schwerem, nonverbalem Autismus leben und deren Unterstützungsbedarf durch leichter verdauliche Versionen des Spektrums in den Hintergrund gedrängt zu werden droht.
