Dulal Giri Ji Maharaj hat fast 12 Jahre lang ohne Unterbrechung im Stehen verbracht – als spirituelle Buße, um eine göttliche Vision von Shiva zu erlangen

Por Rodrigo Martínez
19 June, 2026

Zwölf Jahre im Stehen. Ohne sich hinzusetzen. Ohne sich hinzulegen. Ohne auch nur für eine Sekunde der Erschöpfung nachzugeben. Das ist es, was Dulal Giri Ji Maharaj, der hinduistische Asket, der in Indien als „Standing Baba“ bekannt ist, als Gelübde völliger Hingabe an die Gottheit Shiva praktiziert.

Die Praxis hat einen eigenen Namen: „Khadeshwar“ oder „Khada Tapasya“, eine der extremsten Formen der Askese im Hinduismus. Diejenigen, die sie annehmen, glauben, dass anhaltendes körperliches Leiden kein Preis ist, sondern der eigentliche Weg zur Erleuchtung. Dulal gab sein Universitätsstudium auf, um sich ihr vollständig zu widmen. Sein erklärtes Ziel ist es, eine direkte Vision von Shiva zu erlangen, ein Zeichen göttlicher Gegenwart, das für ihn jeden einzelnen Tag der letzten zwölf Jahre rechtfertigt.

Die dokumentierten körperlichen Folgen sind schwerwiegend und zeigen, was diese Zeitspanne mit einem menschlichen Körper macht. Die Praxis existiert in Indien seit Jahrhunderten, sorgt aber selbst innerhalb des Hinduismus für Kontroversen. Die Grenze zwischen extremer Hingabe und Selbstzerstörung ist in diesem Fall so schmal, dass sie sich fast unmöglich ziehen lässt.

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