Ein Verkehrsunfall im August 2012 beschädigte die Nase von Xiaolian, einem 22-jährigen jungen Mann in China. Was darauf folgte, war nicht die rekonstruktive Operation, die man sich vielleicht vorstellen würde. Es war ein Jahr der Vernachlässigung, eine stille Infektion, die ungehindert fortschritt und den ursprünglichen Nasenknorpel vollständig zerstörte. Als die Ärzte den Schaden beurteilten, war die Schlussfolgerung kühl und direkt: Die Nase konnte nicht gerettet werden. Eine neue musste aufgebaut werden.

Die gewählte Technik ist es, die diesen Fall schwer anzusehen und noch schwerer zu vergessen macht. Chirurgen entnahmen Knorpel aus Xiaolians eigenen Rippen, formten ihn in die exakte Form einer Nase und implantierten ihn unter die Haut seiner Stirn, wo ein Gewebeexpander sie monatelang am Leben erhielt, während sie Gestalt annahm. Bis September 2013 war die Nase an dieser Stelle vollständig herangewachsen. Funktionstüchtig, mit Blut versorgt, in den Körper des Patienten integriert, aber sichtbar auf seiner Stirn.

Das medizinische Team bestätigte, dass die Struktur in gutem Zustand und innerhalb weniger Tage bereit war, an ihre endgültige Position transplantiert zu werden. Was in den verfügbaren Aufzeichnungen nicht existiert, ist irgendeine spätere Bestätigung des endgültigen Ergebnisses. Die Technik wurde damals als ein Verfahren ohne dokumentierten Präzedenzfall in der chinesischen Medizin beschrieben.

