Thiago Silva blieb nicht stumm. Der 41-jährige Verteidiger und ehemalige Kapitän der brasilianischen Nationalmannschaft meldete sich zu Wort, um den von Carlo Ancelotti in der Nationalmannschaft vorangetriebenen Umbau zu kritisieren: „So funktioniert das in einer Nationalmannschaft nicht“, schoss er zurück und fügte hinzu, dass der italienische Trainer „aus Europa kommt, wo es leichter ist, so etwas zu tun“.

Ancelottis Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Bei der Bekanntgabe des Kaders für die beiden Spiele gegen Australien hinterließ er einen Satz, der seine Philosophie zusammenfasst: „Ein 34- oder 35-jähriger Spieler hat keine Zukunft, er ist die Gegenwart“. Er stellte klar, dass er das Alter nicht als feste Regel betrachtet, dass es aber jetzt an der Zeit sei, jungen Spielern mit Potenzial den Vorzug zu geben.

Die Zahlen untermauern den Wandel: Nur zwei nominierte Spieler sind über 30, Douglas Santos und Marquinhos, beide 32. Der Rest des Kaders, den er in Mailand und bei PSG an der Seite von Thiago Silva trainiert hatte, wurde in dieser Phase nicht berücksichtigt, während Brasilien nach dem frühen Ausscheiden gegen Norwegen seinen Kurs auf die nächste Weltmeisterschaft ausrichtet.
