Drei Liter Coca-Cola am Tag, über Jahre hinweg. Das war die einzige ungewöhnliche Gewohnheit dieses brasilianischen Mannes, als er in der Praxis des Urologen Thales Andrade ankam. Keine genetische Vorbelastung, keine früheren Erkrankungen, keine bekannten Risikofaktoren. Nur das.

Was der Chirurg in seiner Blase fand, war schwer zu übersehen: 35 große, gelbliche Steine, die sich über Jahre angesammelt hatten, ohne dass der Patient es wusste. Andrade dokumentierte den Eingriff auf Video und erklärte den Mechanismus präzise: Phosphorsäure und der überschüssige Zucker in Erfrischungsgetränken verändern das chemische Milieu der Nieren, erhöhen die Kalziumkonzentration und schaffen genau die Bedingungen, unter denen sich Steine bilden, die, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt werden, in die Blase wandern.

Das Video überschritt in den sozialen Medien 8.5 Millionen Aufrufe. Nicht wegen morbider Neugier, sondern weil der Fall in konkreten Zahlen zeigt, was viele für eine Übertreibung halten: Was man jeden Tag trinkt, baut buchstäblich das auf, was der Körper im Inneren ansammelt.

