
Im Maude Abbott Medical Museum an der McGill University in Montreal gibt es ein Präparat, das niemand vergisst, sobald man es gesehen hat.
Es handelt sich um die tatsächliche Luftröhre eines Kindes, das gerade einmal 2 und ein halbes Jahr alt war. Sie wurde auf der Rückseite vorsichtig geöffnet, damit genau zu sehen war, was geschehen war: eine Erdnuss, die genau dort festsaß, wo sich der Atemweg zu den beiden Lungen hin verzweigt, wodurch der Luftweg vollständig verschlossen wurde. Laut den Aufzeichnungen des Museums waren die Lungen des Kindes völlig gesund. Das Problem war nie die Gesundheit des Kindes, sondern die Größe der eigenen Atemwege.

Ärztinnen und Ärzte erklären, dass dieser Atemweg bei Kindern unter 4 so schmal wie ein kleiner Finger sein kann und dass sie noch nicht über die Backenzähne verfügen, die nötig sind, um harte Lebensmittel richtig zu zermahlen. Es genügt schon, beim Essen zu lachen, zu weinen oder zu rennen, damit etwas so Gewöhnliches wie eine Erdnuss dort landet, wo es nicht hingehört. Deshalb wiederholen Kinderärztinnen und Kinderärzte seit Generationen immer wieder dasselbe: keine ganzen Nüsse, Samen oder Popcorn vor dem Alter von 4 Jahren. Dieses Präparat erinnert die Menschen seit Jahrzehnten daran, ohne ein einziges Wort zu sagen.
