Ein Anwohner ging durch einen Berliner Wald spazieren und fand 59 sowjetische Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg mit einem Gewicht von 1.5 Tonnen

Por Aracely Molina
19 June, 2026

Ein Bewohner des Berliner Bezirks Pankow ging an einem gewöhnlichen Tag im Mai 2026 im Wald spazieren. Was er zwischen den Bäumen fand, brachte die Polizei zum Stillstand, sperrte den Zugang zu dem Gebiet und machte den Einsatz spezieller Sprengstoffeinheiten erforderlich: 59 sowjetische 122-mm-Artilleriegranaten, völlig intakt, die mehr als acht Jahrzehnte lang still unter dem Boden einer Stadt mit fast vier Millionen Einwohnern gewartet hatten.

Das Gesamtgewicht der Munition überstieg eineinhalb Tonnen. Die während des Zweiten Weltkriegs hergestellten Granaten wurden einzeln vom Berliner Landeskriminalamt — dem LKA — unter strengen Sicherheitsprotokollen entfernt. Die Berliner Polizei teilte den Fund in ihren sozialen Medien zusammen mit Fotos, die die Granaten in einer fast beunruhigenden Normalität aufgestapelt zeigen.

Am beunruhigendsten ist nicht der Fund selbst, sondern dass er keine Ausnahme ist. In Deutschland bleibt das Auffinden nicht explodierter Munition aus dem Zweiten Weltkrieg auch mehr als 80 Jahre nach dem Ende des Konflikts ein wiederkehrendes Phänomen. Berlin, das Epizentrum der letzten Schlachten dieses Krieges, birgt in seinem Untergrund noch immer eine unermessliche Menge an Überresten der Waffen, die es zerstörten.

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