Ein Oxford-Professor sagt, Oktopusse würden Zivilisationen aufbauen, wenn die Menschen verschwänden

Por Aracely Molina
27 May, 2026

Tim Coulson, ein Zoologe an der University of Oxford, veröffentlichte eine Analyse, die in akademischen Kreisen bereits kursiert: Wenn Homo sapiens morgen verschwände, wären Oktopusse die stärksten Kandidaten, um die kognitive Nische zu besetzen, die wir leer hinterlassen würden. Er sagt das nicht als Metapher. Er untermauert es mit konkreter Biologie: Oktopusse besitzen ein Nervensystem mit 500 millionen Neuronen, von denen zwei Drittel in ihren Tentakeln verteilt sind, was es ihnen ermöglicht, Informationen dezentral zu verarbeiten, ohne von einem zentralen Gehirn abhängig zu sein. Sie benutzen Werkzeuge, lösen Labyrinthe, kommunizieren durch komplexe chromatische Muster und zeigen ein Langzeitgedächtnis. Coulson argumentiert, dass diese Fähigkeiten mit genügend Zeit — Millionen von Jahren evolutionären Drucks ohne menschliche Konkurrenz — in Richtung Formen sozialer Organisation und schließlich hin zu Zivilisationen mit Unterwasserarchitektur skaliert werden könnten. Primaten, Delfine und Rabenvögel stehen ebenfalls auf seiner Liste, aber keine verbindet körperliche Geschicklichkeit und verteilte Kognition mit derselben Dichte wie Kopffüßer. Evolution, so stellt Coulson klar, folgt keinen Drehbüchern: Das ökologische Vakuum entscheidet, wer den Raum füllt.

Puede interesarte