Aiden bekam nichts mit.
Er war 13 Monate alt, als Hurrikan Harvey sein Viertel in Houston in einen Fluss verwandelte. Am Sonntag, dem 27. August 2017, wartete seine Mutter Catherine Pham im zweiten Stock ihres Hauses im Stadtteil Meyerland, während das Wasser weiter stieg. Ein Team aus sechs Männern traf mit einem Motorboot ein. Zu ihnen gehörte Daryl Hudeck, ein Beamter des SWAT-Teams der Polizei von Houston.

Man brachte sie aus dem Haus und über die Interstate 610 auf trockenes Gelände. Hudeck trug Catherine durch knietiefes Wasser, während sie ihren in eine Decke gewickelten Sohn an die Brust drückte. Unterwegs schlief der kleine Junge ein. Der AP-Fotograf David J. Phillip hielt den Moment fest, und schon am nächsten Tag erschien das Bild auf Titelseiten und in den sozialen Medien als Symbol des Sturms.

Der Beamte konnte Catherine noch nach dem Namen ihres Sohnes und seinem Alter in Monaten fragen. Dann eilte er weiter, um noch mehr Menschen zu helfen. Alles ging so schnell, dass die Familie es nicht schaffte, ihm zu danken oder nach seinen Kontaktdaten zu fragen. An diesem Abend schrieb Catherine auf Facebook: „Das Haus ist völlig überflutet, aber wenigstens sind wir alle zusammen“.