92 Jahre alt, ein Revolver und ein Nachbar, der keinen Kuss geben wollte. Das reichte aus, um einen der ungewöhnlichsten Vorfälle auszulösen, die 2011 in der spanischen Presse verzeichnet wurden.

Laut der Nachricht, die El Periódico am 23. März jenes Jahres veröffentlichte, schoss eine 92-jährige Frau auf ihren 53-jährigen Nachbarn, nachdem er den Kuss verweigert hatte, um den sie ihn bat. Der Mann, 39 Jahre jünger als seine Angreiferin, wurde am Ende zum Opfer einer Auseinandersetzung, mit der niemand im Gebäude gerechnet hätte. Einzelheiten zu seinem Zustand und zu den rechtlichen Konsequenzen für die Frau wurden in den verfügbaren Aufzeichnungen nicht bestätigt, doch die Geschichte verbreitete sich damals schnell in der Presse.

Der Fall zeigt mit beunruhigender Präzision, dass Entschlossenheit kein Alter kennt. Und er wirft eine Frage auf, die sich kaum ernsthaft beantworten lässt: Was für eine Nachbarschaft bringt jemanden dazu, wegen einer so kleinen Geste diese Grenze zu überschreiten?

