Eine Brasilianerin wurde wegen Stalkings von BTS’ Jungkook verurteilt: Sie besuchte sein Zuhause 22 Mal, klingelte an einem Tag 133 Mal und ignorierte drei Polizeianordnungen

Por Rodrigo Martínez
23 June, 2026

133 Mal. Das ist die genaue Zahl, wie oft eine Brasilianerin an einem einzigen Tag an der Haustür von Jungkook, einem Mitglied von BTS, klingelte. Es war weder ein Versehen noch ein Zufall: Es war Teil eines Musters systematischen Stalkings, das wochenlang andauerte und selbst angesichts von Festnahmen oder gerichtlichen Anordnungen nicht aufhörte.

Laut dem Westlichen Bezirksgericht Seoul suchte die Angeklagte im Dezember 2025 mindestens 22 Mal die Wohnung des Sängers auf. Bei einem dieser Versuche versuchte sie, sich unter Ausnutzung einer Hauslieferung Zugang zum Grundstück zu verschaffen. Sie hinterließ Briefe und Gegenstände in der Umgebung. Die Polizei erließ eine Eilanordnung, die ihr verbot, sich dem Ort auf weniger als 100 Meter zu nähern. Sie ignorierte sie. Sie wurde festgenommen. Und sie kam im Januar 2026 zurück.

Am 8. Mai 2026 verurteilte das Gericht sie zu einem Jahr Haft auf Bewährung bei einer Bewährungszeit von zwei Jahren. Die drei Monate, die sie bereits in Haft verbracht hatte, wurden als mildernder Umstand berücksichtigt. Das Urteil sieht ihre Abschiebung aus Südkorea vor, sobald die Entscheidung rechtskräftig wird, obwohl eine Berufung dies verhindern könnte. Der Fall macht außerdem deutlich, dass es sich nicht um einen Einzelfall handelt: 2025 versuchten drei weitere Frauen — eine Chinesin, eine Südkoreanerin und eine Japanerin —, sich gewaltsam Zutritt zu demselben Zuhause zu verschaffen. Jungkook ist nicht die Ausnahme; er steht im Zentrum einer Praxis, die Südkorea seit Jahren nicht in den Griff bekommt.

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