
Im Oktober 2015 trugen sechs Schüler der University of Detroit Jesuit High School and Academy die Särge von drei Veteranen, die niemand abholte, in der Leichenhalle von Detroit County.
Sie hatten keine Familie. Sie hatten niemanden, der um sie trauerte. Also zogen die Jugendlichen dunkle Anzüge und weiße Handschuhe an und beschlossen, für einen Nachmittag diese Familie zu sein, bei einer Zeremonie auf dem Great Lakes National Cemetery in Michigan. Sie nannten ihre Initiative Arimathean Pallbearer Ministry, zu Ehren von Josef von Arimathäa, der sich um den Leichnam Jesu Christi kümmerte, als es sonst niemand tat.


Mehr als ein Jahrzehnt später besteht das Programm noch immer. John Dawson, der Leiter des seelsorgerischen Dienstes der Schule, sagt, dass sich jedes Jahr zwischen sieben und acht Schüler für diese stille Arbeit freiwillig melden, ohne Kameras oder Applaus. Sie arbeiten mit örtlichen Bestattungsunternehmen zusammen, um sicherzustellen, dass kein Veteran seine Geschichte allein beendet. Manchmal braucht Würde keine Zeugen: nur jemanden, der bereit ist, die Last zu tragen.
