Eine Infektion, die normalerweise Pferde und Kühe befällt, ist in Europa auf Menschen übergesprungen und verbreitet sich nun durch sexuellen Kontakt von Mensch zu Mensch

Por Maried Díaz
29 July, 2026

Ein Mann in seinen 40ern kehrte aus einem Muay-Thai-Camp in Thailand zurück, wo er Kontakt mit einem Elefanten gehabt hatte. Tage später, im Mai 2025, traten Flecken auf seinem Gesicht, seiner Kopfhaut und seinem Oberkörper auf, zusammen mit einer Bindehautentzündung.

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Es schien sich um einen Einzelfall zu handeln. Doch fünf Monate später entwickelten in Basel, Schweiz, vier weitere Männer ohne kürzliche Reisen oder Kontakt zu Tieren ähnliche Läsionen, diesmal an den Genitalien und in der Leistengegend, mit Schmerzen beim Wasserlassen. Tests bestätigten, dass es sich um dasselbe Bakterium handelte, Dermatophilus congolensis, das für eine Infektion verantwortlich ist, die als „Regenfäule“ oder „Regenschorf“ bekannt ist und in tropischen Gebieten bei Pferden, Schafen und Kühen häufig vorkommt.

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Die Wissenschaftler, die den Befund in der Fachzeitschrift Eurosurveillance veröffentlichten, gehen davon aus, dass Haut-zu-Haut-Kontakt, sei es beim Sex oder bei Aktivitäten wie Kampfsport, die Übertragung begünstigt haben könnte. Ähnliche Muster waren bereits in Barcelona, Paris, Lyon, Stockholm und anderen europäischen Städten festgestellt worden, stets bei Männern, die Sex mit Männern haben. Alle Fälle wurden mit Antibiotika geheilt, doch die Forschenden betonen, dass Ärzte lernen müssen, diese Infektion rechtzeitig zu erkennen.

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