Ein Teenagermädchen verlor bei einem Haiangriff in Brasilien ihren Arm, und die Gerichte verweigerten ihr eine Entschädigung mit der Begründung, es sei ihre eigene Schuld gewesen, ins Meer zu gehen

Por Valentina Ulloa
8 June, 2026

Kaylanne Timóteo Freitas war 15 Jahre alt, als ein Hai sie am Strand von Piedade in Jaboatão dos Guararapes, Brasilien, angriff. Das Tier riss ihr den linken Arm ab. Was danach kam, war fast noch schlimmer als der Angriff.

Die junge Frau verklagte den Bundesstaat Pernambuco und die Gemeinde und warf ihnen vor, das offizielle Haiüberwachungsprogramm seit 2014 aufgegeben zu haben und es versäumt zu haben, genau an der Stelle, an der sie schwamm, Warnschilder aufzustellen. Die Antwort von Richterin Juliana Rodrigues Barbosa war verheerend: Kaylanne habe das Risiko “in Kauf genommen”, indem sie in einem “bekanntermaßen gefährlichen” Gebiet ins Meer gegangen sei. Keine Entschädigung. Ausschließliches Verschulden des Opfers. 😡

Was das Urteil ignorierte: Ihr Anwalt sagt, dass es an diesem konkreten Abschnitt kein Schild gab, das das Schwimmen verbot, dass sich in diesem Moment Dutzende Menschen im Wasser befanden und dass das eingestellte Programm genau dasjenige war, das vor neuen Risikogebieten warnte. Die Verteidigung hat bereits Berufung eingelegt. Und die Gerechtigkeit? 🦈

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