Das Holzdach stürzte ein. Die Kirchenbänke verbrannten. Der aus Italien gebrachte Hochaltar blieb unter den Trümmern zurück. Doch als Feuerwehrleute die Ruinen der Kirche Nossa Senhora de Lourdes in Flores da Cunha, Brasilien, untersuchten, fanden sie etwas, womit niemand gerechnet hatte: ein Bild von Jesus Christus völlig unversehrt, ohne auch nur eine einzige Brandspur. 🙏

Das Feuer brach mitten während der Restaurierungsarbeiten am Dach aus, genau an dem Dach, dessen Reparatur die Gemeinde monatelang mit Festen und Sammlungen finanziert hatte, um die Regenlecks zu beheben. Die Kirche, die zwischen 1904 und 1914 von französischen Kapuzinerbrüdern und italienischen Einwanderern erbaut wurde, galt als architektonisches Juwel des Bundesstaates Rio Grande do Sul. Pfarrer Bruder Jadir Segala, sichtlich erschüttert, sagte es ganz offen: „Unser Glaube ist nicht verbrannt und bleibt bestehen“. 🔥⛪

Die Feuerwehr rettete außerdem zwei Ziborien mit der Heiligen Eucharistie. Der 55 Meter hohe Glockenturm aus Basaltstein, der von Hand aus mehr als 11.000 Blöcken errichtet wurde, blieb unversehrt. Was Jahrzehnte zum Aufbau brauchte, verschwand in wenigen Stunden. Was hätte verbrennen sollen, verbrannte nicht.
