Jennifer Juliet war 5 Jahre alt und ihr Bruder Robin Christopher 3. Am Dienstag, dem 29. September, wurden sie tot in einem Betonbehälter im gemieteten Haus gefunden, in dem sie in Kozhinjampara im Distrikt Palakkad im indischen Bundesstaat Kerala lebten.

Zunächst schien alles ein Unfall zu sein: Die Polizei nahm den Fall als unnatürlichen Tod auf und vermutete, die Kinder seien beim Spielen hineingefallen. Doch die Familie glaubte das nicht. Wie konnten zwei Kinder gemeinsam in einem kleinen Behälter ertrinken, der nicht einmal voll war? Selvam, der Onkel des Vaters, fragte Nivedya unter vier Augen danach, und sie gestand, sie selbst ertränkt zu haben.

Laut Polizei packte sie im Badezimmer des Hauses das Mädchen am Kopf und hielt es unter Wasser, bis es sich nicht mehr bewegte. Dann warf sie den Jungen hinein. Die Obduktion bestätigte den Tod durch Ertrinken und schloss andere Verletzungen aus. Die Mutter selbst soll gesagt haben, sie habe die Kinder als Hindernis für ihren Traum gesehen, Model zu werden und unabhängig zu leben.

Die Polizei nimmt diese Darstellung nicht einfach für bare Münze: Sie überprüft ihre Mobiltelefondaten und ihren digitalen Fußabdruck, und der leitende Ermittler sagte, es gebe keine Anzeichen für eine psychische Erkrankung. Was bringt jemanden dazu zu glauben, dass zwei Kinder schwerer wiegen als ein Traum?
