
Eine kaum ein Jahr alte Sphynx-Katze verbrachte Monate eingesperrt im Gefängnis Cereso No. 3 in Ciudad Juárez, Mexiko. Dort machten Häftlinge der „Los Mexicles“-Gang ihn zu einer Art Leinwand: Sie tätowierten beide Seiten seines Körpers, darunter den Schriftzug „Made in Mexico“, dasselbe Symbol, das die Gang zur Markierung ihres Territoriums verwendet.


Der Tierarzt Diego Poggio, der ihn nach der Rettung untersuchte, war deutlich: Alles deutet darauf hin, dass sie ihn ohne Betäubung tätowierten, während das Tier bei vollem Bewusstsein war. Eine als Gefängnis-„Kunst“ getarnte Form des Missbrauchs.
Die Behörden holten ihn bei einer Razzia von dort heraus und übergaben ihn dem Tierheim RAMMI. César René Díaz, der Ökologiedirektor von Ciudad Juárez, sagte, dass die Katze gesund, frei von Infektionen und sehr gesellig sei. Ein kommunaler Ausschuss genehmigte seine Adoption, und Wochen später überquerte er die Grenze zu einem neuen Zuhause in Texas. Er überlebte das Gefängnis. Jetzt brauchte er nur noch jemanden, der sich wirklich um ihn kümmerte.

