Er verhinderte ein Massaker bei den Olympischen Spielen 1996, doch sein unattraktives Aussehen und sein zurückgezogenes Leben reichten dem FBI und der Presse, um ihn ohne Beweise zu verurteilen

Por Maried Díaz
27 July, 2026

Richard Jewell war 34 Jahre alt, lebte bei seiner Mutter und arbeitete als Sicherheitsbeamter im Centennial Park von Atlanta, als etwas seine Aufmerksamkeit erregte: ein grüner Rucksack unter einer Bank, ohne Besitzer.

AFP

Er handelte schnell. Er alarmierte die Polizei und begann, die Menschen zu evakuieren. Minuten später explodierte die Bombe. Es war der stärkste selbstgebaute Sprengsatz, den das FBI je registriert hatte, und dennoch starb dank Jewells Einsatz nur eine Person.

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CNN präsentierte ihn als Nationalhelden. Doch 72 Stunden später veröffentlichte dieselbe Zeitung, die ihn gefeiert hatte, dass das FBI gegen ihn als Hauptverdächtigen ermittelte. Sein äußeres Erscheinungsbild, sein zurückgezogenes Leben und sein unerfüllter Wunsch, Polizist zu werden, reichten aus, um ohne ein einziges echtes Beweisstück ein kriminelles Profil zu erstellen. Drei Monate später wurde er entlastet. Der wahre Täter, Eric Rudolph, gestand erst Jahre später.

AFP

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